Ifo-Institut: Zahl der Kurzarbeiter im Juni auf niedrigstem Stand seit Februar 2020

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Außengastronomie an der Spree in Berlin Anfang Juni

Die Zahl der Kurzarbeiterinnen und Kurzarbeiter ist laut einer Schätzung des Münchner Ifo-Instituts im Juni kräftig gesunken. Im vergangenen Monat sei die Zahl von 2,3 auf 1,5 Millionen Menschen zurückgegangen, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut am Dienstag in München. Das ist demnach die niedrigste Zahl seit Februar 2020.

Laut Ifo-Schätzung waren im Juni noch 4,5 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 6,8 Prozent im Vormonat. "Vor allem in den Branchen mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen gingen die Zahlen stark zurück", erläuterte Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

Im Gastgewerbe sank die Zahl der Menschen in Kurzarbeit demnach von 520.000 im Mai auf 331.000 im Juni. Dies entspreche allerdings immer noch 31,1 Prozent der Beschäftigten dort, erklärte das Forschungsinstitut. Im Einzelhandel ging die Zahl der Kurzarbeiter laut Ifo-Schätzung von 226.000 auf 104.000 zurück. Das sind noch 4,2 Prozent.

"In der Industrie sehen wir bisher keine Auswirkungen der Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rohmaterialien auf die Kurzarbeiterzahlen", fügte Sauer hinzu. Dort sank die Kurzarbeit von 387.000 auf 257.000 Menschen, das sind noch 3,7 Prozent. Auch auf dem Bau nahm die Zahl der Kurzarbeiter demnach ab, von 16.000 auf 11.000. Das sind noch 0,6 Prozent der Beschäftigten.

jm/noe

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