Ifo-Institut: Deutsche Wirtschaft steht "unter Volldampf"

Euphorie in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im Juli zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert erreicht. Der Index erhöhte sich auf 116 Punkte, im Juni hatte er saisonbereinigt bei 115,2 Punkten gelegen

Euphorie in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklimaindex hat im Juli zum dritten Mal in Folge einen Rekordwert erreicht. Der Index erhöhte sich auf 116 Punkte, im Juni hatte er saisonbereinigt bei 115,2 Punkten gelegen, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Die Unternehmen beurteilten auch ihre Lage und die Erwartungen besser. "Die deutsche Wirtschaft steht unter Volldampf", erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die Unternehmen waren dem Ifo-Institut zufolge noch zufriedener mit ihrer aktuellen Lage als im Vormonat: Der entsprechende Index stieg von 124,2 Punkten auf 125,4 im Juli. Auch die Erwartungen an das Geschäft der kommenden Monate verbesserte sich von 106,8 Punkten auf 107,3, wie das Ifo-Institut mitteilte.

Für den Geschäftsklimaindex befragt das Wirtschaftsforschungsinstitut jeden Monat rund 7000 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Bauhauptgewerbe sowie dem Groß- und Einzelhandel. Im Verarbeitenden Gewerbe stieg der Index auf einen neuen Rekord, nämlich von 26,2 auf 29,5 Punkte. Auch der Optimismus für die kommenden sechs Monate nahm zu. Die Stimmung im Bauhauptgewerbe verbesserte sich ebenfalls.

Auch das Klima im Großhandel verbesserte sich im Vergleich zum Juni, wie das Ifo-Institut mitteilte. Allerdings sank der Index im Einzelhandel um mehrere Punkte. Hier waren die Händler deutlich weniger zufrieden mit ihren laufenden Geschäften und blicken auch weniger optimistisch in die Zukunft als im Vormonat.