Auch der Ifo-Index für das Geschäftsklima steigt deutlich: „Die deutsche Wirtschaft startet zuversichtlicher ins neue Jahr“

Die deutsche Wirtschaft rutsche in eine Rezession, kommentiert Ifo-Chef Clemens Fuest die neuesten Zahlen des Ifo-Geschäftsklima-Index. - Copyright: Sebastian Kahnert/picture alliance via Getty Images
Die deutsche Wirtschaft rutsche in eine Rezession, kommentiert Ifo-Chef Clemens Fuest die neuesten Zahlen des Ifo-Geschäftsklima-Index. - Copyright: Sebastian Kahnert/picture alliance via Getty Images

"Die deutsche Wirtschaft startet zuversichtlicher ins neue Jahr", so kommentierte Ifo-Chef Clemens Fuest die Zahlen des Ifo-Geschäftsklimaindex. Der Frühindikator für die Konjunktur stieg im Januar deutlich um 3,6 Punkte auf 90,2 Punkte. Dies war der dritte Anstieg in Folge.

Der Index des Ifo-Instituts setzt sich aus zwei Komponenten zusammen, der Beurteilung der Lage und den Erwartungen der Unternehmen. Getrieben wurde der Anstieg von den weniger pessimistischen Erwartungen. Der Indexwert für die Konjunkturerwartung sprang von 83,2 auf 86,4 Punkte. Dagegen beurteilten die Firmen ihre aktuelle Lage etwas negativer. Dieser Teilindex fiel leicht von vom 94,4 auf 94,1 Punkte.

Alle Werte liegen also immer noch unter dem neutralen Wert von 100 Punkten. Die Stimmung in der Wirtschaft ist besser als vor Monaten, gut ist sie damit noch lange nicht.

Der Ifo-Index beruht auf einer Umfrage bei rund 9000 Unternehmen. Er ist einer der wichtigsten Frühindikatoren für die Entwicklung der Konjunktur in den nächsten sechs Monaten. Auch die beiden anderen wichtigen Umfragen, das GfK-Konsumklima und die ZEW-Konjunkturerwartungen sind zuletzt deutlich gestiegen. Ihnen liegen ebenfalls Umfragen zu den Erwartungen zugrunde, einmal bei Verbrauchern und einmal bei Finanzexperten.

Die Ifo-Umfrage ergibt für alle Wirtschaftsbereiche eine besseres Geschäftsklima, allerdings auf sehr unterschiedlichem Niveau. Bei den Dienstleistungen beurteilten erstmals seit Monaten wieder mehr Firmen die Lage positiv als negativ. Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Saldo der positiven und negativen Einschätzungen fast ausgeglichen. „Der Auftragsbestand ist rückläufig, aber weiterhin auf einem hohen Niveau. In den kommenden Monaten soll die Produktion steigen“, so Fuest. Im Handel verbesserte sich die Stimmung besonders stark, bleibt aber deutlich negativ. Am düstersten ist und bleibt das Geschäftsklima unverändert am Bau.