Ifo-Beschäftigungsbarometer steigt auf neues Rekordhoch

Arbeiter in einer Gießerei

Die deutschen Unternehmen suchen dem Münchner Ifo-Institut zufolge händeringend nach neuen Mitarbeitern. Das Ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im November mit 113,2 Punkten auf den höchsten jemals gemessenen Wert, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Im Oktober hatte es bei 112,0 Punkten gelegen. Insbesondere im Maschinenbau und in der Elektrotechnik werden demnach verstärkt Leute gesucht.

Das Beschäftigungsbarometer basiert auf rund 9500 monatlichen Meldungen von Unternehmen über ihre Beschäftigtenplanung für die nächsten drei Monate. Auch im Handel sei die Einstellungsbereitschaft noch nie so hoch gewesen, teilte das Ifo-Institut mit. Bei den Dienstleistern bleibe die Beschäftigungsdynamik ebenfalls positiv, das gelte auch für das Bauhauptgewerbe. Dort gebe es gleichzeitig Berichte über große Probleme bei der Stellenbesetzung.

Am Montag hatte bereits das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) mitgeteilt, dass ein Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften die Unternehmen bremse. Viele arbeiteten bereits am Limit, berichtete das arbeitgebernahe Institut. Gut ein Drittel spricht demnach sogar von einer Überauslastung. 47 Prozent der Firmen bestätigen zudem, dass fehlende Fachkräfte die Produktionsmöglichkeiten begrenzen.

Das Fehlen von qualifizierten Mitarbeitern hemme zudem die Investitionsanreize, teilte das Institut mit. "Die Unternehmen würden in Deutschland mehr in Sachkapital und Technologie investieren, wenn sie mehr Fachkräfte in den meisten Wirtschaftsbereichen zur Verfügung hätten", erklärte IW-Direktor Michael Hüther.