Identitäre Bewegung: Rechtsextreme werden selbst als Schlepper verdächtigt

Die bizarre Mission „Defend Europe“ gegen Flüchtlingshelfer ist vorerst gescheitert.

Es ist eine Geschichte, die man sich so kaum ausdenken kann. Eigentlich wollten die rechtsextremen Aktivisten der Identitären Bewegung mit ihrem Boot die Rettungsaktionen der Menschenrechtsorganisationen im Mittelmeer vor der libyschen Küste stören. Nichtregierungsorganisationen wie SOS Mediterranée, Seawatch, Jugend rettet, Ärzte ohne Grenzen und Sea Eye retten dort Geflüchtete vor dem Ertrinken. Allein in diesem Jahr sind schon 2300 Menschen im Mittelmeer ertrunken.

Besatzung beantragt Asyl

Den Rechtsextremen sind die NGOs ein Dorn im Auge. Sie bezeichnen sie als „kriminelle Schlepper“ und wollen die Flüchtlinge wieder zurück nach Afrika schicken. Doch die bizarre Mission „Defend Europe“ (Europa verteidigen) ist vorerst gescheitert: Laut einer zyprischen Zeitung wurde das gecharterte Boot der Rechtsextremen zunächst von den nordzyprischen Behörden im Hafen Famagusta festgesetzt – und der Kapitän der „C-Star“ verhaftet. Das Kuriose dabei: Laut Facebook-Eintrag der Identitären werden die Aktivisten nun nämlich selbst der Schlepperei verdächtigt.

Unter den angeblich 20 Crewmitgliedern an Bord des Schiffs sollen Berichten zufolge auch Tamilen aus Sri Lanka gewesen sein. Nach Angaben der Identitären Bewegung soll es sich bei den Männern um sogenannte Seemannsanwärter „verschiedener Nationalitäten“ gehandelt haben. Diese müssten sich auf Booten „einkaufen“, damit sie eine...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung