Internet-Hit! So erklärt Lazaro sein unfassbares Zaubertor

Maximilian Lotz
·Lesedauer: 3 Min.

Valentino Lazaros Premierentreffer für Borussia Mönchengladbach weist Parallelen zu Zlatan Ibrahimovic auf. Trainer Marco Rose hält es sogar erst für ein Eigentor.

Beim Vergleich mit Zlatan Ibrahimovic musste Kunstschütze Valentino Lazaro schmunzeln.

"Es ist zwar nicht so beim Tor, aber ich bleibe schon mit beiden Beinen auf dem Boden", sagte der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach nach seinem Zaubertor, das in Windeseile zum Internet-Hit wurde und auf der ganzen Welt für Erstaunen sorgte, bei Sky.

In der Nachspielzeit lenkte der Österreicher gegen Bayer Leverkusen im Stile des Milan-Stars Ibrahimovic mit der rechten Hacke den Ball über Kopf spektakulär zum 3:4-Endstand ins Netz.

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"Ich habe den Weg in die Box gesucht für die Flanke", beschrieb Lazaro den Moment kurz vor der Hereingabe von Patrick Herrmann. "Ich habe gesehen, dass der Ball ein bisschen in den Rücken kommt. Ginni (Matthias Ginter, Amn.d.Red.) war noch davor und wollte ihn mit dem Kopf erwischen. Ich habe einfach geschrien 'lass ihn', ich weiß nicht, ob er das gehört hat."

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Rose hält Lazaro-Zaubertor zunächst für Eigentor

Glücklicherweise zog Ginter noch den Kopf ein und ließ Lazaro damit den Kunstschuss vollenden. Und der 24-Jährige wollte den Ball genau so veredeln. "Das gibt es natürlich nicht oft, dass das so funktioniert", erklärte Lazaro.

Sein Trainer Marco Rose hatte das Traumtor zunächst gar nicht richtig gesehen.

"Ich dachte erst, dass es vielleicht sogar ein Eigentor war", sagte Rose auf SPORT1-Nachfrage. "Hinterher habe ich mir das Tor in der Kabine angeguckt. Ich muss sagen: Trotz der Niederlage freut mich das als Fußball-Liebhaber. Ich konnte dadurch ganz kurz schmunzeln, auch wenn das nach einer Niederlage nicht so einfach fällt. Das hat Tino einfach herausragend gemacht."

Leverkusen-Keeper Hradecky zieht den Hut

Auch Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky zollte Respekt. "Ich habe keinen Hut auf meinem Kopf", sagte der finnische Nationaltorhüter und zog imaginär seine Kopfbedeckung, "aber Valentino, geiles Tor, ey!"

Die Freude beim Kunstschützen selbst war direkt nach dem Abpfiff dennoch etwas getrübt, schließlich standen die Gladbacher erstmals seit acht Pflichtspielen wieder mit leeren Händen da und rutschten in der Tabelle aus den Europapokalrängen.

"Es ist auf jeden Fall schade mit dem Ergebnis", meinte der ehemalige Herthaner Lazaro. "Es ist ein sehr bitterer Moment und wirklich schade, dass wir diese außergewöhnlichen Wochen nicht positiv abschließen konnten."

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Lazaro: "Bin froh und stolz darauf"

Für die Leihgabe von Inter Mailand, die zu Saisonbeginn wegen eines Muskelbündelrisses gefehlt hatte, war es im dritten Kurzeinsatz für die Fohlen der erste Treffer.

"Ich freue mich, wenn ich dann bei 100 Prozent bin und dem Team vielleicht auch von Beginn an helfen kann", sagte Lazaro.

Und ein bisschen kann er sein Traumtor dann noch genießen. "Ich bin froh und auch stolz drauf. Mit ein bisschen Abstand zum Ergebnis, in ein paar Tagen oder Wochen kann ich mich auf jeden Fall mehr freuen als im jetzigen Moment."

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