Für IBM ist Wachstum im Cloud-Geschäft entscheidend


Der Technologiekonzern IBM hat die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Umsatz im zweiten Quartal erreichte 20 Milliarden Dollar und lag damit über den Analystenerwartungen von 19,9 Milliarden Dollar. Im Vorjahresquartal lagen die Erlöse bei 19,2 Milliarden Dollar. IBM hat erst jüngst eine fast sechs Jahre lange Phase mit sinkenden Umsätzen im Quartalsvergleich beendet. Das aktuelle Quartal ist das dritte in Folge mit im Vergleich steigenden Umsätzen.
  • Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 3,08 Dollar, erwartet worden waren im Schnitt 3,04 Dollar. Der Nettogewinn stieg auf 2,4 Milliarden Dollar nach 2,33 Milliarden Dollar im Vorjahr. Die Gewinnzahlen liegen damit leicht über den Erwartungen.

Das fällt auf

Der Umsatz mit Cloud-Produkten erreichte im Quartal 4,7 Milliarden Dollar. Auf Zwölf-Monatssicht liegt der Umsatz bei 18,5 Milliarden Dollar, ein Plus von 23 Prozent. Das Wachstum in der Cloud ist entscheidend für IBM, weil es wegbrechendes Geschäft mit Hardware und Software kompensieren muss.


Die „Strategic Imperative“ getauften Geschäftsbereiche, die die Zukunft von IBM werden sollen, setzten über die abgelaufenen zwölf Monate zusammen 39 Milliarden Dollar um und repräsentieren damit 48 Prozent des Gesamtumsatzes. 52 Prozent kommen damit noch aus den „alten“ Bereichen.

Die Börsenreaktion

Die IBM-Aktie zog nachbörslich zunächst leicht an und schwankte vor Beginn der Analystenkonferenz mit dem Vorstand um den Schlusskurs von 144,52 Dollar.

Was jetzt passiert

Im Analystengespräch wird IBM Details zum Stand des Geschäfts mit Datenspeichern geben müssen. Im ersten Quartal waren die Verkaufszahlen dieses Bereichs überraschend schwach gewesen und könnten auch dieses Mal das Wachstum belastet haben.

Das ausgewiesene Wachstum des Gesamtumsatzes von vier Prozent sinkt auf plus zwei Prozent, wenn Währungseffekte herausgerechnet werden. Wichtig ist auch, wie das Geschäft mit Großrechnern läuft, viele Unternehmen stellen derzeit auf eine neue Generation von Großcomputern um. Die Frage ist hier: Gibt es Stornierungen oder schleppende Vertragsabschlüsse?