Zum IAA-Start: Volkswagen fertigt selbstfahrenden Prototyp seines Elektro-Bulli

·Lesedauer: 4 Min.
Der autonom fahrende Elektro-Bulli soll als Roboter-Taxi zum Einsatz kommen.
Der autonom fahrende Elektro-Bulli soll als Roboter-Taxi zum Einsatz kommen.

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Volkswagen hat vor dem Start der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) eine autonom fahrende Prototyp-Version des vollelektrischen VW-Busses ID.Buzz fertiggestellt. Dabei arbeitet Volkswagen mit seinem Partner für autonomes Fahren aus den USA, Argo Al, zusammen. Beiden Unternehmen planen ab 2025 die Serienproduktion, zunächst soll die Technologie mit fünf solcher Fahrzeuge getestet werden. Selbstfahrende „Bullis“ sollen als Roboter-Taxi-Service zum Einsatz kommen. Erprobt wird die Technologie in München. Der Shuttle-Service Moia, der auf Hamburg ausgerichtet ist, soll ebenfalls einbezogen werden.

Die IAA startet am Dienstag erstmalig am neuen Standort München als Verkehrsmesse IAA Mobility. Die Elektromobile stehen im Zentrum der Messe. Am Dienstagnachmittag eröffnet Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe, dann starten die Autopräsentationen. Besucher können erstmalig Wasserstoff- und hochautomatisierte Autos testen, ebenso wie E-Scooter. [Mehr bei Bloomberg, RND und Reuters]

Auch bei Gründerszene geht es heute um die Internationale Automobil-Ausstellung, die weltgrößte Branchenmesse. Don Dahlmann verrät in seiner Kolumne „Drehmoment“, wie die Mobility-Leistungsschau für neuen Schwung sorgen will, denn wie er meint, „einfach Autos auf ein Podest stellen reicht nicht mehr.“ [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Die MongoDB-Aktie ist am Freitag um über 25 Prozent auf ein Allzeithoch von 507 US-Dollar gestiegen. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von fast 33 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das dokumentenorientierte NoSQL-Datenbankmanagementsystem seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis zum 31. Juli um 44 Prozent auf 199 Millionen Dollar. Atlas machte 56 Prozent des Gesamtumsatzes von MongoDB aus und nähert sich 500 Millionen Dollar an jährlichen wiederkehrenden Einnahmen. Das Atlas-Wachstum unterstreicht den Fortschritt, den MongoDB bei der Verlagerung seines Geschäfts von traditionell lizenzierter Software auf abonnementbasierte Cloud-Dienste gemacht hat. [Mehr bei CNBC und The Information]

Apple überdenkt sein neues System zum Aufspüren kinderpornografischer Fotos. Am Freitag kündigte der Tech-Konzern überraschend an, dass er eine umstrittene Software vorerst doch nicht in einem Update für iPhones, iPads und Mac-Computer einführen werde. Apple hatte Anfang August Maßnahmen für mehr Kinderschutz angekündigt. Sicherheitsexperten und Datenschützer sprachen von einem Bruch, weil Apple permanent eine Durchsuchung nach illegalen Inhalten auf den Geräten der Anwender durchführen wolle. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Die Match Group-Aktien sind um mehr als acht Prozent nach oben geklettert, nachdem am Freitag bekannt wurde, dass das Unternehmen in den S&P 500 aufgenommen wird. Der Online-Dating-Konzern mit Sitz in Dallas besitzt neben Match mehrere Dating-Seiten, darunter Hinge, Tinder und Okcupid. Seit 2020 sind die Match-Aktien um mehr als 50 Prozent gestiegen. Anfang dieser Woche hatte CEO Shar Dubey mitgeteilt, dass sie einen persönlichen Fonds einrichten werde, um texanische Arbeiterinnen zu unterstützen, die vom neuesten Abtreibungsgesetz des Staates betroffen sind. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei mehr als 40 Milliarden US-Dollar. [Mehr bei CNBC]

Der tödlich verunglückte Tesla-Fahrer aus Texas hatte einen Alkohol-Wert von 1,5 Promille. Das ergab laut Bloomberg eine Autopsie. Beim Unfall mit dem Model S waren am 17. April zwei Personen ums Leben gekommen. Das Fahrzeug war, nachdem es von der Fahrbahn abgekommen war, in einen Baum gerammt und begann dann, lichterloh zu brennen. Nach dem Unfall hieß es zunächst, keiner der beiden Fahrer habe am Steuer gesessen, was aber bald als falsch widerlegt wurde. Laut der Autopsie wurden 0,151 Gramm Ethylalkohol pro 100 Milliliter Blut beim Fahrer registriert, was ungefähr einem Wert von 1,5 Promille entspricht und in Texas verboten ist. [Mehr bei Bloomberg]

Börsengänge und Übernahmen: Automation Anywhere, ein Softwareunternehmen für Roboterprozessautomatisierung, bereitet sich auf einen möglichen Börsengang vor, der Ende 2021 erfolgen könnte. Der Vision Fund von Softbank ist ein großer Geldgeber des Softwareunternehmens mit Sitz in San Jose, Kalifornien. Automation Anywhere wurde 2019 mit 6,8 Milliarden US-Dollar bewertet. Technologyone, ein australisches Saas-Unternehmen, hat zugestimmt, den britischen Softwareanbieter Scientia für Hochschulen für 16,6 Millionen Dollar in bar zu übernehmen. Laut Technologyone verwenden 75 Prozent der Hochschuleinrichtungen in Australien die Software der Firma, während Scientia einen Marktanteil von 50 Prozent in Großbritannien beansprucht. Die Stadtregierung von Peking schlägt vor, dass ein Konsortium staatseigener Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung an Didi Global übernimmt. Es ist unklar, ob der Vorschlag der Stadt die Zustimmung der Zentralregierung erhalten würde. Das Konsortium würde die Shouqi Group umfassen, die Teil der stadteigenen Beijing Tourism Group ist, und einen eigenen Lieferdienst betreibt. [Mehr bei Bloomberg, Techcrunch und Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Oliver Schneider berät Unternehmen in Führungsfragen. Der ehemalige KSK-Soldat erklärt, warum Gründer scheitern und weshalb KPI‘s nicht zum Erfolg führen. [Mehr bei Gründerszene+]

Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.