Hybrid-Auto-Paradies: Ausgerechnet in Japan boomen jetzt die Dieselautos

Matthias Olschewski
tokyo japan

In Japan nahm alles seinen Anfang. Dort, im Land der aufgehenden Sonne, wurden die ersten Hybridautos gebaut — Fahrzeuge, die sowohl mit einem Verbrennungsmotor als auch mit einer Batterie angetrieben werden.

Der Hype flachte jedoch schnell ab und in Europa ließen sich immer weniger Hybride verkaufen. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Das führt nun zu einem merkwürdigen Trend in Japan, auf den immer mehr deutsche Autohersteller aufspringen und der jenem in Deutschland krass gegenübersteht. 

Dieselautos verkaufen sich nach dem Skandal besser

Das Dieselgate, die Abgasaffäre, erfasste zuerst Volkswagen und zog dann über eine Vielzahl von Automobilherstellern her. Die manipulierten Abgasmesswerte führten nach der Entdeckung 2015 dazu, dass sich nun zahlreiche Beteiligte vor Gericht verantworten müssen und viele weitere Prozesse in naher Zukunft folgen werden. Besitzer eines Dieselfahrzeugs müssen ihren Wagen nachrüsten lassen und könnten auf den Kosten sitzen bleiben, weshalb viele Fälle derzeit verhandelt werden, sowohl hier in Deutschland, als auch in den USA.

Nur in Japan hat der Dieselskandal für recht wenig Aufsehen gesorgt. Der Grund dafür: Volkswagen hat in Japan gar keine Dieselfahrzeuge angeboten. Diejenigen, die ein Dieselfahrzeug besitzen, haben es damals importiert, doch das dürften nur einige dutzend Autoliebhaber gewesen sein. Dennoch verbeugte sich einer der Verantwortlichen der Affäre, Sven Stein, tief vor den Besuchern der Motor Show in Tokio. Das war 2015. Die Entschuldigung für einen Betrug an den Kunden wirkte merkwürdig inszeniert.

GettyImages 95924753 Toyota Corolla

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