Huthi-Rebellen melden ersten Corona-Todesfall in Hauptstadt Sanaa

Ein Arbeiter desinfiziert den Weg vor einem Krankenhaus in der Stadt Tais

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben den ersten Coronavirus-Todesfall in der von ihnen kontrollierten Hauptstadt Sanaa gemeldet. Der Huthi-Gesundheitsminister Taha al-Mutauakel teilte am Dienstag mit, bei dem Verstorbenen handele es sich um einen Somalier, der in einem Hotel tot aufgefunden und posthum positiv auf das neuartige Coronaviurs getestet worden sei. Es handelt sich zugleich um den ersten bekannten Infektionsfall in den von den Rebellen kontrollierten Gebieten.

Bislang wurden im Jemen drei Todesfälle und 21 Infektionsfälle bestätigt - allerdings alle in den Landesteilen, die unter der Kontrolle der Regierung stehen. Experten haben angesichts der katastrophalen humanitären Lage bereits davor gewarnt, dass sich das Coronavirus im Jemen rasant verbreiten könnte. Das Gesundheitssystem ist wegen der jahrelangen Kämpfe zusammengebrochen.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi, die von einer von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition unterstützt werden, und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht. Zehntausende Menschen wurden bereits in dem Konflikt getötet, den die Vereinten Nationen als schwerste humanitäre Krise der Welt bezeichnen.