Hurrikan-Tote auf den Jungferninseln - schlechte Prognose für Miami

dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - Auf den amerikanischen Jungferninseln sind infolge des Hurrikan "Irma" vier Menschen gestorben. Das berichtete der Sender CNN am späten Donnerstagabend unter Berufung auf den Sprecher des Gouverneurs.

In dem besonders starken Sturm der höchsten Kategorie fünf kamen in der Karibik zuvor bereits mehrere Menschen ums Leben. Wegen der vielerorts unklaren Lage und der katastrophalen Verwüstungen war in der Nacht zu Freitag aber nicht klar, wie viele Tote und Verletzte es es insgesamt gibt.

"Irma" nahm in der Nacht zu Freitag Kurs auf das bitterarme Haiti und anschließend auf Florida. Dort wird er am Wochenende erwartet. Die Vorhersagen der Meteorologen schwanken und können sich ändern. Nach letzten Modellen könnte die Millionenmetropole Miami allerdings voll von "Irma" erfasst werden. Evakuierungen wurden angeordnet.

Es ist auch möglich, dass das Gebiet dieses besonders starken Hurrikans insgesamt größer ist als die komplette Halbinsel Florida breit. Es kann aber auch sein, dass "Irma" noch nördlich abdreht, Florida nicht voll trifft und die US-Ostküste hinauf nach South Carolina oder Georgia zieht. Es werden schwere Schäden und Überflutungen erwartet.

Der Sturm "Jose", der hinter "Irma" im Atlantik seine Bahn zieht, wurde in der Nacht zum Freitag vom nationalen Hurrikanzentrum der USA als Hurrikan der Stufe 3 eingruppiert. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 195 Kilometern pro Stunde 955 Kilometer östlich der Kleinen Antillen. In seinem Zug könnten auch die Inseln Antigua und Barbuda liegen. Vor allem auf Barbuda wurde die Bebauung von "Irma" bereits fast vollständig zerstört.