Hurrikan-Saison im Atlantik stellt mit 29 Tropenstürmen traurigen Rekord auf

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Der Hurrikan "Eta" hat Teile Zentralamerikas verwüstet
Der Hurrikan "Eta" hat Teile Zentralamerikas verwüstet

Die Atlantische Hurrikan-Saison hat in diesem Jahr einen traurigen Rekord aufgestellt. "Theta" bekam in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) als 29. Tropensturm der Saison einen Namen. So viele Stürme wurden vom US-Hurrikanzentrum (NHC) in Miami noch nie registriert. 

Deshalb ist es auch das erste Mal, dass das Hurrikan-Zentrum den Namen "Theta" vergab. Denn beim bisherigen Rekordjahr 2005 registrierte es nur 28 Tropenstürme über dem Atlantik. Die Tropenstürme haben im laufenden Jahr bereits Schäden in Höhe von fast 20 Milliarden Dollar (knapp 17 Milliarden Euro) verursacht. 

Das Hurrikan-Zentrum gibt erst Tropenstürmen einen Namen, das bedeutet, die Stürme müssen über dem Atlantik Windgeschwindigkeiten von mindestens 62 Stundenkilometern erreichen. Die Zahl der Tropenstürme war in diesem Jahr so hoch, dass die Meteorologen bei den Namen bereits auf das griechische Alphabet zurückgreifen mussten, da die Anfangsbuchstaben von A bis Z schon vergeben wurden.

Experten sehen einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel, dem Anstieg der Ozeantemperaturen und der wachsenden Zahl an Stürmen, die rasch an Stärke zunehmen. Demnach könnte das Wetterphänomen "La Niña" in diesem Jahr die Entwicklung noch verstärken.

sip/ans