Hurrikan "Irma" auf Kategorie drei herabgestuft - Stärke dürfte wieder zunehmen

Der über Kuba hinwegfegende Hurrikan "Irma" hat sich abgeschwächt. Das in Miami ansässige Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) stufte den Wirbelsturm am Samstag auf die dritte Kategorie herab

Der über Kuba hinwegfegende Hurrikan "Irma" hat sich auf seinem Weg zur Nordküste des Inselstaats abgeschwächt. Das in Miami ansässige Nationale Hurrikan-Zentrum der USA (NHC) stufte den Wirbelsturm am Samstag auf die dritte von fünf Kategorien herab. Der Sturm werde aber auf seinem Weg zum US-Bundesstaat Florida voraussichtlich erneut an Kraft zulegen, warnten die US-Meteorologen. Zuvor hatte der Hurrikan zwischen den Kategorien vier und fünf geschwankt.

Unterdessen wurde bekannt, dass beim Durchzug von "Irma" mindestens sechs Menschen auf den zu Großbritannien gehörenden Karibikinseln ums Leben kamen. Damit stieg die Gesamtzahl der Opfer in der Karibik auf mindestens 25. Es gebe fünf bestätigte Todesopfer auf den Britischen Jungferninseln, teilte die dortige Regierung mit. Auf Anguilla wurde zudem ein Mann von seinem einstürzenden Haus erschlagen, wie eine Polizistin der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Die Regierung der Jungferninseln ermahnte die Bevölkerung zudem, sich vor dem herannahenden Hurrikan "José" in Sicherheit zu bringen. Außerdem wies sie auf Plünderungen hin und verhängte eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 18.00 Uhr und 06.00 Uhr.

"Irma" war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern in der Karibik auf Land getroffen und hatte vor allem auf mehreren Antillen-Inseln schwere Schäden angerichtet. Am Samstag traf der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 256 Stundenkilometern im Zentrum von Kuba auf Land und richtete dort Schäden an. In Florida, wo "Irma" am Sonntagmorgen (Ortszeit) erwartet wurde, wurden 5,6 Millionen Menschen aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.