Hurrikan 'Ian' kostet Versicherer Zurich über eine halbe Milliarde Dollar

ZÜRICH (dpa-AFX) -Die Zerstörungen durch Hurrikan "Ian" in den USA kommen den Schweizer Versicherer Zurich CH0011075394 teuer zu stehen. Die Belastung belaufe sich nach Abzug von Rückversicherungsanteilen und vor Steuern auf 550 Millionen US-Dollar (rund 547 Mio Euro), teilte das Unternehmen am Donnerstag zusammen mit seinen Quartalszahlen in Zürich mit. Unterdessen konnte das Unternehmen seine Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft auch dank Preiserhöhungen deutlich steigern. Angaben zur Gewinnentwicklung macht Zurich nur zum Halbjahr und zum Gesamtjahr.

In den Monaten Januar bis September erzielte der Konzern in der Schaden­- und Unfallversicherung Bruttoprämien in Höhe von 33,5 Milliarden Dollar zu und damit acht Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In den jeweiligen Währungen und auf vergleichbarer Basis betrug die Steigerung 13 Prozent.

Ein Grund für das Wachstum waren höhere Tarife vor allem im Firmenkundengeschäft und speziell in den USA. Dort legten die Einnahmen um 14 Prozent zu, was auch dem starken Wachstum von beinahe 40 Prozent in der Agrarversicherung zu verdanken war. Die Prämiensätze seien um 8 Prozent gestiegen, hieß es. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) wuchsen die Prämieneinnahmen im Schaden- und Unfallgeschäft bereinigt um 10 Prozent zu, in den kleineren Regionen Asien-Pazifik um 19 Prozent und in Lateinamerika gar um 22 Prozent.

Nicht ganz so gut entwickelte sich die Lebensversicherung: Dort ging der Wert des Neugeschäfts bereinigt um 11 Prozent auf 595 Millionen zurück.

Kommende Woche will die Zurich-Führung ihre Ziele für die kommenden drei Jahre bekannt geben. Bei dem bis Ende 2022 laufenden Programm sei der Versicherer auf gutem Weg, seine Ziele zu übertreffen, sagte Finanzchef George Quinn. Im Kern strebt das Management eine Eigenkapitalrendite von mehr als 14 Prozent an.