Hurrikan Harvey: Texanische Häftlinge spenden 53.000 US-Dollar

Ein überschwemmter Gefängniskomplex in Rosharon, Texas, während Hurrikan „Harvey“. (Bild: AP Photo)

Der verheerende Hurrikan „Harvey“ sorgte Ende August vor allem in Texas für viel Zerstörung. Die Sturmschäden wurden bislang auf umgerechnet rund 200 Milliarden US-Dollar (etwa 168 Milliarden Euro) geschätzt. Doch in Zeiten der Not steigt auch die Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Selbst texanische Häftlinge spendeten 53.000 US-Dollar.

Dabei haben die Insassen selbst kaum Geld übrig: Die Zuwendungen des Staates belaufen sich alle zwei Wochen auf etwa 95 US-Dollar (etwa 80 Euro) pro Person. Und dieses Geld ist eigentlich zum Kauf von Hygieneartikeln, Snacks und anderen Gegenständen des täglichen Bedarfs bestimmt. Trotzdem wollten die rund 6.600 Sträflinge unbedingt mit einer Geldspende helfen: Umgerechnet gingen so 53.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 44.670 Euro, an das amerikanische Rote Kreuz. Das berichtet die „Dallas News“.

„Harvey“ hinterließ in Texas eine Schneise der Verwüstung. (Bild: AP Photo)

Neben Geldspenden packten die Gefangenen auch beim Wiederaufbau tatkräftig mit an. Nach dem zerstörerischen Sturm waren viele Gefängniseinrichtungen in einem desolaten Zustand, Wärter und Insassen arbeiteten Hand in Hand: „Der ganze Boden war dunkelbraun, man konnte nicht mal auf den Grund sehen“, erzählt der Häftling Trusty Adam Hernandez im Gespräch mit „Fox News“.

Auch viele Wachbeamte stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. „Da waren tatsächlich Mitarbeiter, die während des Sturms Schichtdienst hatten – und danach kein Zuhause mehr, zu dem sie zurückkehren konnten“, sagte Bryan Collier, der Geschäftsführer des Texas Department of Criminal Justice.