Hurra, wir leben noch! 10 Jahre Finanzkrise

Wer Finanzkrise sagt, denkt an den Untergang von Lehman Brothers – und meint den Beginn der Krise. Der Ursprung liegt aber ein Jahr früher: am 9. August 2007 meldet die französische BNP Paribas, sie habe drei Fonds abgeschrieben, weil sich ihr Wert praktisch in Luft aufgelöst habe. Die in so genannten CDOs gebündelten Sicherheiten amerikanischer Immobilienbesitzer seien schlicht Ramsch, es ließe sich keine seriöser Wert angeben, weil niemand wisse was hinter den Papieren stehe.

Für die englische Northern Rock war es der Anfang vom Ende, die Bank hatte nicht genug Liquidität, um ihre Kunden auszuzahlen, die zur Flucht aus den jetzt “toxisch” genannten Papieren antraten. Northern Rock musste von der britischen Regierung gerettet werden, der erste Sündenfall von vielen, die jetzt kommen sollten. An Lehman Brothers wurde ein Exempel statuiert – die größte Geldvernichtung des Jahrzehnts nahm seinen Anfang. Systemrelevant oder “too big to fail” wurden jetzt die Banken genannt, deren Absturz das gesamte Finanzsystem angeblich hätte kollabieren lassen. Angela Merkels “Alternativlosigkeit” war in der Welt, die Banken und Bankster schonte, die Steuerzahler aber Milliarden kosten sollte. 94,8 Millarden Euro hat die EZB seitdem in die “Märkte” gepumpt.

Damit nahm die Finanzkrise in Europa ihren Lauf… Sieben Lehren aus der Krise: https://t.co/CNja4LYCCQ

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#Finanzkrise in Europa: Vor genau zehn Jahren musste die ecb 95 Milliarden Euro in die Märkte pumpen https://t.co/wgO51tSNvz pic.twitter.com/JvMGYkdy4n— DW | Wirtschaft (dw_wirtschaft) 9. August 2017

RBS, JPMorgan & Co.: Diese Banken mussten am meisten für die Finanzkrise zahlen https://t.co/vwDBnT3e7K pic.twitter.com/nAs77hVQo2— Marktup (@Marktup1) 8. August 2017