Hunderttausende D-Mark im Sparstrumpf - Umtausch immer noch möglich

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HAMBURG/SCHWERIN (dpa-AFX) - Rund 344 000 D-Mark sind in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern in Euro umgetauscht worden. Das war deutlich weniger als 2019, als rund 651 000 DM in den beiden Bundesbank-Filialen in Rostock und Neubrandenburg in 332 848,48 Euro gewechselt wurden. In diesem Jahr registrierte man 1862 Umtauschvorgänge nach 3083 im Jahr zuvor.

Der Grund für den Rückgang der Umtauschsumme um 47 Prozent dürfte nicht darin liegen, dass die D-Mark-Bestände bei den Menschen 19 Jahre nach Einführung des Euro-Bargelds zur Neige gingen, sondern an Corona, wie der Sprecher der Bundesbank-Hauptverwaltung in Hamburg, Christian Hecker, der Deutschen Presse-Agentur erklärte. "Unsere Filialen in Rostock und Neubrandenburg waren zwischen dem 18. März und dem 1. Juni dieses Jahres für das Umtauschgeschäft geschlossen. Seit dem 16. Dezember 2020 sind die Filialen erneut bis auf Weiteres für Privatkunden geschlossen." Derzeit sei der Umtausch von DM in Euro nur auf dem Postweg möglich.

Die alte Währung ist nach Angaben der Bundesbank noch immer in Milliardenhöhe im Umlauf - Ende November waren es demnach noch 12,4 Milliarden. Davon entfielen 5,79 Milliarden DM auf Banknoten und 6,61 Milliarden DM auf Münzen.

Die alten Scheine und Münzen können anders als in vielen anderen Euroländern bei der Bundesbank unbefristet umgetauscht werden. Der Wechselkurs ist unverändert: Einen Euro bekommt man für 1,95583 D-Mark.