Hunderttausende demonstrieren in den USA für schärfere Waffengesetze

Susanne Klaiber
Demonstranten des

► Hunderttausende Menschen, womöglich sogar mehr als eine Million, haben am Samstag in den USA eine Verschärfung der Waffengesetze gefordert. Die “New York Times” hält die Proteste unter dem Motto “March For Our Lives” (“Marsch für unsere Leben”) für die bisher massivsten, die es zu diesem Thema gegeben hat.

► Die Proteste fanden in vielen Städten statt, darunter Chicago, Boston, Los Angeles, Miami und New York. Allein für Washington erwarteten die Organisatoren mehr als 500.000 Demonstranten.

► In der US-Hauptstadt hatten Schüler der Marjory Stoneman Douglas High School die Demo organisiert. Mitte Februar hatte dort ein ehemaliger Schüler 17 Jugendliche und Erwachsene erschossen.

Darum sind die Proteste wichtig:

Im zweiten Verfassungszusatz der USA ist geregelt, dass jeder Bürger eine Schusswaffe besitzen darf. 30.000 Menschen sterben dort pro Jahr durch Schusswaffen. Bislang sind Versuche von Kritikern zur Beschränkung gescheitert.

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Florida allerdings sind die Proteste stärker als je zuvor. Diesmal hatten sich Schüler an die Spitze der Bewegung gestellt.

Das müsst ihr noch über die Proteste wissen:

Präsident Donald Trump, sonst höchst aktiv auf Twitter, äußerte sich bislang nicht dazu. Er hielt sich Medienberichten nach in seinem privaten Luxusanwesen in Florida auf.

Das Weiße Haus hatte lediglich eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die “mutigen jungen Amerikaner” lobte, die ihr Recht auf freie Meinungsäußerung ausübten.

(jkl)

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