Hunderte Urlauber sitzen am Hauptstadtflughafen BER fest (und ja, das ist unser Ernst)

Unerwarteter Besuch auf der wohl bekanntesten Baustelle Deutschlands. (Bild: Patrick Pleul/dpa)

Weil eine Weltkriegsbombe entschärft wird, müssen in Berlin Flugzeuge umgeleitet werden. Für Passagiere bedeutet das zusätzliche Wartezeit – vor dem noch nicht eröffneten BER-Terminal.


Hunderte Flugreisende haben am Dienstagabend am Terminal des noch nicht eröffneten Berliner Flughafens BER festgesessen – Grund war die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Berlin-Spandau. Aus Platzmangel seien Maschinen direkt neben dem noch nicht eröffneten BER-Terminal geparkt worden, sagte ein Flughafensprecher am Mittwoch. Das neue Terminal liegt am Gelände des Flughafens Schönefeld und ist über die bereits genutzten Landebahnen erreichbar.

“Wir mussten wegen der Tegel-Sperrung in einem kurzen Zeitfenster 24 Flugzeuge in Schönefeld annehmen, die alle fast zur gleichen Zeit ankamen. Die Flugzeuge drehten Warteschleifen und kamen wie an einer Perlenschur nacheinander herein. Da musste jeder Parkplatz ausgenutzt werden”, sagte Flughafensprecher Daniel Tolksdorf.

Notlandung sorgt für mittelschweres Chaos auf der Baustelle

Laut Berichten von Passagieren gab es Probleme mit der Bereitstellung von Treppen. Die Fluggäste konnten zunächst nicht aussteigen. “Auch das hing mit der hohen Dichte der ankommenden Flugzeuge zusammen. Die Treppen und Busse in Schönefeld waren im Dauereinsatz, jedoch konnten sie nicht überall gleichzeitig sein. Daher kam es zu Verzögerungen. Es konnten jedoch alle Fluggäste die Flugzeuge verlassen”, sagte Daniel Tolksdorf. Die Fluggäste seien schließlich per Bus zum Schönefelder Terminalgebäude gefahren worden.

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“Man muss sich den gestrigen Tag als absolute Ausnahmesituation vorstellen”, resümiert der Flughafensprecher. “Normalerweise werden neben dem BER-Terminal keine Flugzeuge geparkt. Es gab gestern aber keine andere Wahl, wegen der hohen Dichte der ankommenden Flugzeuge.” Derzeit werde die Schönefelder Südbahn genutzt. Die Nordbahn sei nicht betriebsbereit, weil dort Renovierungsarbeiten an Gräben und den Seitenflächen stattfinden. Nord- und Südbahn sollen später auch regulär für den BER-Betrieb genutzt werden.

Tegel war nach Angaben des Sprechers am Dienstagabend rund drei Stunden gesperrt. Nach Aufhebung der Sperrung sei das Nachtflugverbot in Abstimmung mit den Behörden aufgehoben worden, um alle Flugzeuge abfertigen zu können.

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