Hunderte KFC-Filialen in Großbritannien weiter wegen Hühnchen-Lieferproblemen zu

Geschlossene KFC-Filiale in London

Hühnchenbrater ohne Geflügel: Bei Kentucky Fried Chicken in Großbritannien bleiben weiterhin hunderte Filialen wegen Lieferproblemen von DHL geschlossen. Betroffen seien rund 450 von landesweit 900 Läden, erklärte die US-Fastfoodkette am Mittwoch. Jeden Tag könnten mehr und mehr Lieferungen von Hühnchenfleisch wieder aufgenommen werden, einige Filialen dürften aber bis Ende der Woche geschlossen bleiben, warnte KFC seine hungrigen Fans.

Andere KFC-Restaurants dürften ein reduziertes Angebot anbieten oder ihre Öffnungszeiten einschränken, teilte der Hühnchenbrater mit. Ihnen sei sehr bewusst, dass der Geflügelnotstand treue Kunden "enttäuscht" oder ihnen "Unannehmlichkeiten bereitet" habe, gab sich das Unternehmen einsichtig. Hintergrund des Engpasses seit dem vergangenen Wochenende sind "Startschwierigkeiten" bei der neuen Partnerschaft von KFC mit dem deutschen Dienstleister DHL.

Beide Seiten entschuldigten sich bereits in den vergangenen Tagen und erklärten, alles dafür zu tun, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Der DHL-Verantwortliche John Boulter erklärte, es werde an den Gründen für die Engpässe gearbeitet mit dem Ziel, dass KFC in den kommenden Tagen wieder alle Filialen öffnen könne. Was genau bei den Lieferungen schiefging, dazu machte DHL keine Angaben.

Einige KFC-Fans waren offenbar so verzweifelt, dass sie Hilfe bei den Behörden suchten: Die Londoner Polizei bat die Bürger im Internetdienst Twitter, sie nicht wegen der "KFC-Krise" zu kontaktieren. "Es betrifft nicht die Polizei, wenn Ihr Lieblingsrestaurant Ihnen nicht das Menü servieren kann, das Sie sich wünschen."