Hund stirbt beinahe an Haarfärbemittel: Tierheim postet bewegende Warnung

Eine unbedachte Aktion ihrer ehemaligen Besitzer wäre der kleinen Violet beinahe zum Verhängnis geworden. (Bild: Facebook/Pinellas County Animal Services)

Weil ihre Besitzer ihr Fell färben wollten, trug eine Hündin im US-amerikanischen Bundesstaat Florida schwere Verletzungen davon, an denen sie beinahe gestorben wäre. Doch dank des Einsatzes von Tierschützern konnte der Vierbeiner gerettet werden.

Violet heißt die kleine Hündin, deren ehemalige Besitzer ihr eine neue Fellfarbe verpassen wollten – offenbar passend zu ihrem Namen. Doch mit der Aktion hätten sie das Tier fast getötet. Wie die „New York Post“ berichtet, retteten Mitarbeiter eines Tierheims das Leben der rund 2,2 Kilogramm schweren Hündin. Die Helfer beschrieben den Fall in einem Facebook-Posting und zeigten schockierende Bilder.

„Einst ein schöner kleiner Maltesermischling, wurde Violet violett gefärbt, […] nur waren die violetten Teile nicht so, wie ihr das sonst auf Fotos seht“, so das Tierheim Pinellas County Animal Services auf Facebook. „Violets Augen waren zugeschwollen, sie war schlaff, lustlos, sie hatte ganz offensichtlich Verbrennungen auf der Haut. Wir haben ihr Flüssigkeit und Schmerzmittel gegeben, und wir haben sie sanft gewaschen, um so viel Färbemittel wie möglich runterzubekommen. Danach haben wir sie einbandagiert.“

Doch es wurde noch dramatischer: Beim Versuch, der Hündin das Fell zu rasieren, um auch die letzten Farbreste zu entfernen, habe sich die Haut teilweise abgelöst. Um das Tier zu retten, wurden ihr vom Tierarzt Antibiotika und intravenöse Flüssigkeiten verabreicht. Außerdem wurde ihr Schorf entfernt.

Am ersten Tag hielt das Heimteam die Überlebenschancen des Tiers für gering. „Der Cheftierarzt nahm Violet mit nach Hause und wir warteten. Und sie kam tatsächlich am nächsten Tag zurück und wir waren begeistert, dass sie die Nacht überlebt hatte. Sie war noch nicht wieder auf dem Damm, aber sie war aufgeweckt und verteilte großzügig Küsschen“, heißt es im Facebook-Posting.

Aufatmen ist angesagt: Violet geht es wieder gut. (Bild: Facebook/Pinellas County Animal Services)

Es brauchte drei Monate, bis sich die Gesundheit der Hündin wieder verbesserte. „Sie begann, die Gänge runterzulaufen, besuchte jedes Büro und bettelte um Leckerlis, Umarmungen oder Streicheleinheiten“, so das Tierheim. „Es war klar – Violet wurde gesund, und sie wollte, dass das jeder mitbekommt.“

Ende gut, alles gut: Violet lebt nun bei neuen Besitzern und ist wohlauf. Über die Vorbesitzer und die Umstände, wie der Hund zu seinen Rettern kam, machten weder das Tierheim noch der „New York Post“-Artikel Angaben. Der Appell des Tierheims: „Bitte benutzt nur Produkte, die speziell für Haustiere gemacht wurden oder ihr riskiert ihr Leben.“