Humboldt Forum: Hermann Parzinger - "Ich brauche den Konflikt"

Im Garten seiner Dienstvilla: Hermann Parzinger leitet als Präsident die Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz steht in den letzten Wochen verstärkt in der Kritik. Im Humboldt Forum geht es nur mühsam voran, ein schlüssiges Konzept für die Bespielung liegt noch immer nicht vor. Zudem erhebt die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy, die aus der Expertenkommission ausgetreten ist, Vorwürfe gegen die Gründungsintendanz. Es mangele an Provenienzforschung, Transparenz und Autonomie. Stiftungspräsident Hermann Parzinger nimmt dazu in einem Interview Stellung.

Herr Parzinger, können Sie uns das Konzept für das Humboldt Forum erklären?

Hermann Parzinger: Das Humboldt Forum ist ein Ort, der sich auf der Basis der Neupräsentation der außereuropäischen Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst mit der Welt auseinandersetzen möchte, die heutige Welt verständlich machen, aktuelle Probleme in ihrer historischen Dimension erläutern möchte, sodass dank vieler zusätzlicher Veranstaltungen ein Kultur- und Bürgerzentrum entsteht. Wir wollen einen Dialog mit der Welt entwickeln.

Wir können uns nicht vorstellen, wie es in zwei Jahren aussehen wird.

Beim Haus fängt man mit dem Fundament an und nicht mit dem Dach. Das Fundament im Humboldt Forum sind die Sammlungen.

Das sehen nicht alle so. Berlins Kultursenator Klaus Lederer wünscht einen "diskursiven Neuanfang", Manfred Rettig, ehemaliger Manager der Schlossbaustelle, vermisst "die große Idee für das Gebäude".

Ich kann die Kritik verstehen, denn es ist ja noch nichts zu sehen. Es muss kein Neua...

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