„Humanitäre Gründe“ — Nordkorea lässt kanadischen Pastor frei

„Humanitäre Gründe“ — Nordkorea lässt kanadischen Pastor frei

Wenige Stunden nach scharfen US-Drohungen gegen Nordkorea hat die Regierung in Pjöngjang einen kanadischen Pastor freigelassen, der seit Ende 2015 in Haft war. 

Die Führung des isolierten Landes verwies auf humanitäre Gründe, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch berichtete. Der koreanischstämmige Hyeon Soo Lim war wegen eines angeblich geplanten Staatsstreichs zu lebenslanger Haft mit schwerer Zwangsarbeit verurteilt worden.

Nordkorea hält im Moment auch drei Amerikaner gefangen. 2016 war der US-Student Otto Warmbier während einer Nordkorea-Reise festgenommen worden. Er wurde zu 15 Jahren Schwerstarbeit verurteilt, weil er versucht haben soll, ein Propagandaplakat zu stehlen. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung nach 17 Monaten lag er mit schweren Hirnschäden im Koma. Er starb schließlich in einem Krankenhaus in den USA.

US-Präsident Donald Trump drohte Nordkorea jüngst mit „Feuer und Zorn“, nachdem es zuletzt Interkontinentalraketen getestet hatte. Wenig später konterte Pjöngjang und drohte mit einem Präventivschlag und einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Die USA und Kanada sind enge Verbündete und arbeiten etwa in der Nato zusammen.

Reuters

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