Huawei-Finanzchefin kommt in Kanada frei

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Meng Wanzhou wurde Betrug vorgeworfen – sie soll gegen Iran-Sanktionen verstoßen haben.
Meng Wanzhou wurde Betrug vorgeworfen – sie soll gegen Iran-Sanktionen verstoßen haben.

Guten Morgen! Auch während des Wochenendes ging vielerorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Die Huawei-Managerin Meng Wanzhou ist in Kanada freigekommen. Die Finanzdirektorin des chinesischen Telekommunikationsunternehmens war seit 2018 in dem nordamerikanischen Land festgesessen. Meng ist die älteste Tochter des Huawei-Firmengründers Ren Zhengfei. Nun beendete eine kanadische Richterin jedoch das Auslieferungsverfahren in die USA. Im Gegenzug entließ China zwei Kanadier aus der Haft. Der Fall hatte eine schwere diplomatische Krise zwischen Kanada und China ausgelöst.

Gleichzeitig wurde bekannt, wie schwer die andauernden US-Sanktionen Huawei zu schaffen machen. „Wir versuchen zu überleben“, sagte der amtierende CEO Eric Xu bei einer Pressekonferenz. Er könne nur hoffen, dass die Firma in den kommenden fünf bis zehn Jahren noch existiere. Die USA, aber auch andere Länder, werfen Huawei eine zu große Nähe zu den chinesischen Behörden vor und sehen die Firma deswegen als Bedrohung für ihre Cybersicherheit. [Mehr bei Wall Street Journal, Welt, Spiegel und Handelsblatt]

Auf Gründerszene: In seiner Drehmoment-Kolumne sinniert unser Autor Don Dahlmann heute über die Zukunft der Flugbranche. Wasserstoff und schwere Batterien werden seiner Meinung nach keine Zukunft haben. Doch er setzt auf Startups, die Biokerosin zum Einsatz bringen. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht und der vergangenen Tage:

Zooplus hat ein Übernahmeangebot des Finanzinvestor EQT Private Equity erhalten. Der schwedische Investor bietet 470 Euro pro Aktie in bar. Dies entspricht einem Angebot von etwa 3,6 Milliarden Euro für den Münchner Online-Tierbedarfshändler. Um die Firma war in den vergangenen Monaten ein milliardenschwerer Bieterkampf entstanden. Das derzeitige Angebot wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat des Online-Händlers begrüßt. [Mehr bei Handelsblatt und Bloomberg]

Kryptowährungen: China geht noch härter gegen Digitalwährungen vor. Die chinesische Zentralbank hat sämtliche Transaktionen mit Kryptowährungen verboten und für illegal erklärt. Die Kurse von Bitcoin und Co. gaben daraufhin deutlich nach. Die Zentralbank sagte, Kryptowährungen würden für Geldwäsche, illegales Fundraising, Schneeballsysteme und andere illegale und kriminelle Aktivitäten genutzt. [Mehr bei Reuters und Tagesschau]

Cue Health hat nach einem kometenhaften Aufstieg ein erfolgreiches Börsen-Debüt absolviert. Im April konnte das bis dahin wenig bekannte Startup aus San Diego Google als Kunden gewinnen. Der Tech-Konzern verschickte über Cue Health Covid-19-Tests an seine US-Mitarbeiter. Google wurde damit sofort zum größten Privatkunden des Gesundheitstechnologieunternehmens, das zuvor mit der US-Regierung kooperiert hatte. Am Freitag startete das Unternehmen dann an der Technologiebörse Nasdaq unter dem Tickersymbol „HLTH“. Die Aktie kletterte zum Handelsschluss um 25 Prozent und Cue Health erreichte damit eine Marktbewertung von 2,9 Milliarden US-Dollar. [Mehr bei CNBC]

Udemy, ein in San Francisco ansässiges Startup, das Online-Kurse an Einzelpersonen und Unternehmen verkauft, plant, die Unterlagen für einen Börsengang einzureichen. Der IPO könnte laut eines Medienberichts bereits im nächsten Monat erfolgen. Das Unternehmen hatte erst im November 50 Millionen US-Dollar eingesammelt und war mit 3,3 Milliarden Dollar bewertet worden. Beim Börsengang strebt die Firma aber wohl eine anfängliche Bewertung zwischen sechs und acht Milliarden Dollar an. Bildungstechnologieunternehmen sind während der Pandemie gewachsen. Auch die Online-Lernunternehmen Coursera und Duolingo gingen Anfang dieses Jahres an die Börse. [Mehr bei The Information]

Tesla-Chef Elon Musk hat auf der World Internet Conference, die von der chinesischen Cyberspace Administration veranstaltet wurde, gesagt, dass der Autohersteller seine Investitionen in China weiter ausbauen möchte. Zudem lobte er die Nation und nannte China einen „globalen Marktführer bei der Digitalisierung“. Vor Kurzem hatte sich Musk bereits positiv über die chinesischen Autohersteller geäußert. Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich der Milliardär und seine Partnerin, die Sängerin Grimes, nach drei gemeinsamen Jahren getrennt haben. „Es ist so, dass meine Arbeit bei SpaceX und Tesla erfordert, dass ich hauptsächlich in Texas bin oder ins Ausland reise, und ihre Arbeit findet hauptsächlich in LA statt“, begründete er die Entscheidung. [Mehr bei CNBC und Page Six]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Ein pressefeindliches Positionspapier löste vor gut zwei Monaten einen Skandal aus. Nun hat das Rechercheportal „Netzpolitik.org“ die Hintergründe zu dieser Veröffentlichung rekonstruiert. Die Auswertung zeigt, dass das Wirtschaftsministerium sehr wohl von den fragwürdigen Passagen wusste und das Papier dennoch veröffentlichte. [Mehr bei Gründerszene]

Einen guten Start in die Woche!

Eure Gründerszene-Redaktion

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