HSV steigt bei FIFA 18 ein

Virtuell kann im Hamburger Volksparkstadion bereits gespielt werden

Derzeit hat der Hamburger SV eigentlich ganz andere Baustellen. Dem Bundesliga-Gründungsmitglied droht der erste Abstieg, Markus Gisdol als Trainer entlassen und Bernd Hollerbach als Nachfolger verpflichtet.

Doch bereits im Vorfeld des Spiels gegen den 1. FC Köln (0:2) gab der Verein in Zusammenarbeit mit dem Vermarkter Lagardère Sports konkrete Pläne für einen eSports-Einstieg bekannt.

eSports-Sparte abgesegnet

Dabei soll es ausschließlich um die Fußballsimulation FIFA gehen. Das verkündete Oliver Poppelbaum, Verkaufsleiter und für die digitale Transformation beim HSV verantwortlich, laut TheEsportsObserver. Auf die Frage nach einem Engagement im elektronischen Sport bestätigte Poppelbaum, dass die Vereinsführung die Gründung einer eSports-Sparte abgesegnet habe.

Es seien auch Kooperationen mit Schulen geplant. Dort soll es dann nicht nur um den Wettkampf gehen, sondern Trainingshilfen gegeben werden.


In der Bundesliga nicht allein

Andere Bundesligisten haben im eSports schon Vorarbeit geleistet. Der VfL Wolfsburg hat seit 2015 FIFA-Spieler unter Vertrag, der FC Schalke 04 holte 2016 neben FIFA auch ein League-of-Legends-Team. Auch RB Leipzig, Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart sind mit ihren Akteuren in der Fußballsimulation aktiv.

Entwickler EA fördert den Einstieg der großen Sportklubs und hat im letzten Jahr bereits neben der FIFA-17-WM eine Klubweltmeisterschaft unter dem Namen FIFA Interactive Club World Cup (FICWC) etabliert. Im Zuge der Neuorientierung findet dieses Event 2018 im Frühjahr als FIFA eClub World Cup statt. Dort werden ebenfalls Plätze für die reguläre Weltmeisterschaft, den eWorld Cup, vergeben.