HSV startet Projekt Wiederaufstieg

Christian Titz hat mit dem HSV die Vorbereitung begonnen

Mit drei Neuzugängen sowie mit Rückkehrer Pierre-Michel Lasogga hat Fußball-Bundesliga-Absteiger Hamburger SV am Donnerstag seine Vorbereitungen auf die erste Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte begonnen.

Christoph Moritz, Manuel Wintzheimer und David Bates nahmen erstmals im HSV-Dress an den Laktat- und Leistungstests teil. Lasogga kehrte nach einer Leihe von Leeds United zurück.

Gleich acht Profis fehlten dagegen. Alen Halilovic, Walace und die Nationalspieler Mergim Mavraj, Bobby Wood und Kyriakos Papadopoulos haben noch bis zum 2. Juli Urlaub. Albin Ekdal (Schweden), Filip Kostic (Serbien) und Gotoku Sakai (Japan) weilen bei der WM in Russland.

Zwei Trainingslager in Glücksburg

Am Freitag stehen weitere Tests an, ehe am Samstag die erste öffentliche Trainingseinheit (11.00 Uhr) steigt. Am Sonntag geht es für die Mannschaft für sechs Tage in das erste von zwei Trainingslagern nach Glücksburg. (SERVICE: Alle Infos zum Aufgalopp in der 2. Bundesliga)

Eine Änderung gab es zudem auf den Positionen der Co-Trainer. Unterstützt wird Christian Titz künftig von Andre Kilian, der vom Regionalliga-Aufsteiger FC Homburg kam. Nicht mehr dabei sein werden Soner Uysal und Matthias Kreutzer, die von den Hamburgern freigestellt wurden. Sportvorstand Ralf Becker konnte sich mit beiden nicht auf eine neue Vertragsgestaltung einigen.


Die Gespräche mit neuen Spielern sollen indes besser verlaufen. Becker vertraut bei den Verhandlungen auf "innovative Ideen".

"Wir müssen früher als andere dran sein, mutiger sein. Leihen könnten ein Thema werden, weil große Vereine häufig 24 oder 25 Topspieler im Kader haben, die dort nicht alle zum Zuge kommen", sagte der 47-Jährige im Interview mit dem Portal Sportbuzzer.

Becker: "Backen jetzt kleinere Brötchen"

Zudem müsse der Verein "Spieler über längere Zeit begleiten, Vertrauen aufbauen". Dadurch komme man an gute Fußballer, sagte Becker weiter. Vertrauen sei heutzutage selten, gleichzeitig aber das Wichtigste.

"Dazu gehört auch der Kontakt zum engen Umfeld der Profis. Früher waren es die Verantwortlichen des Vereins, die für Profis Vertraute waren. Heute sind es meist die Berater", sagte der ehemalige Sportchef von Holstein Kiel.


Zur WM nach Russland wird er nicht auf Scouting-Tour gehen. "Denn wir haben ein anderes Anforderungsprofil an neue Spieler", sagte er: "Die meisten WM-Spieler sind zu teuer für uns. Wir bewegen uns in anderen Bereichen, backen jetzt kleinere Brötchen."