Hosszu beginnt Mammutprogramm bei Heim-WM mit Gold über 200 m Lagen

SID
Hosszu beginnt Mammutprogramm bei Heim-WM mit Gold über 200 m Lagen

Unter dem ohrenbetäubenden Jubel von mehr als 10.000 Landsleuten hat Ungarns Schwimmstar Katinka Hosszu ihre erste Goldmedaille bei der Heim-WM in Budapest gewonnen. Die Dreifach-Olympiasiegerin triumphierte in der Duna Arena im Finale über 200 m Lagen in 2:07,00 Minuten. Ihren Weltrekord von 2015 verfehlte die "Iron Lady" zum Auftakt ihres Mammutprogramms aber um fast eine Sekunde. 
Die 28-Jährige hat außerdem für 400 m Lagen, 100 und 200 m Rücken, 200 m Freistil und 200 m Schmetterling gemeldet. Auf die Teilnahme am Halbfinale über 100 m Rücken eine halbe Stunde vor ihrem ersten WM-Endlauf verzichtete sie dann aber doch.
Am Tag nach ihrem Weltrekord über 100 m Freistil als Startschwimmerin der Staffel holte sich Sarah Sjöström ihr erstes Gold in Budapest. Die schwedische Olympiasiegerin verpasste bei ihrem Triumph in 55,53 Sekunden über 100 m Schmetterling aber ihre eigene Bestmarke von den Sommerspielen in Rio de Janeiro um fünf Hundertstel. Die 23-Jährige ist die erste Frau, die zum vierten Mal in Folge auf dieser Strecke siegte. "Ich bin sehr stolz", sagte sie.
Olympiasieger Adam Peaty (Großbritannien) verteidigte souverän seinen Titel über 100 m Brust, blieb in 57,47 Sekunden aber 34 Hundertstel über seinem Weltrekord von Rio. Nur eine Hundertstelsekunde fehlte der umstrittenen russischen Titelverteidigerin Julija Jefimowa, die 2014 wegen Dopings gesperrt war, im Halbfinale über 100 m Brust zur Bestmarke ihrer litauischen Rivalin Ruta Meilutyte. Das zweite britische Gold gewann überraschend Benjamin Proud über 50 m Schmetterling.
Am Sonntag hatte Sjöström in 51,71 Sekunden als erste Frau die 52er-Marke durchbrochen. "Der Plan war, den Weltrekord am ersten Tag zu schwimmen", sagte die Olympiasiegerin, "dann bin ich noch frischer als später in der Woche." Mit ihrer Fabelzeit war sie 35 Hundertstel unter der alten Bestmarke geblieben.