Horst Seehofer (68) macht Platz für Markus Söder (50)

Horst Seehofer tritt als Ministerpräsident von Bayern zurück, sein Nachfolger wird der bayrische Finanzminister Markus Söder, der 50-Jährige soll auch als Spitzenkandidat bei der Landtagswahl antreten. 

Der 68-jährige Seehofer steht innerhalb der eigenen Partei unter starkem Druck, der sich nach den gescheiterten Jamaika-Verhandlungen noch verstärkt hat. CSU-Chef will Seehofer aber offenbar bleiben.

Seehofers Chancen, einen Regierungsposten in Berlin zu bekommen, sind mit der Aussicht auf ein Große Koalition zwischen den Unionsparteien und der SPD gesunken.

Der Wechsel von Seehofer zu Söder soll im ersten Quartal 2018 erfolgen. Söders einziger potenzieller Gegenkandidat, Innenminister Joachim Herrmann, erklärte am Montag in der Landtagsfraktion seinen Verzicht. Die Abgeordneten wählten Söder daraufhin einstimmig zu ihrem Wunschkandidaten. Die Abstimmung hat für den Parteitag im Dezember bindende Wirkung, da die Landtagsfraktion den Nachfolger aus ihrer Mitte bestimmt.

Sein Parteiamt will Seehofer behalten. Er wiederholte in der Fraktion seine bereits am Sonntag durchgesickerte Absicht, auf dem Parteitag erneut für den CSU-Vorsitz zu kandidieren. Seinem Dauerrivalen Söder bot er eine "gute Zusammenarbeit" an. Die Fraktion spendete Seehofer für seine Ankündigung stehend Beifall.

Einen Wechsel nach Berlin schloss Seehofer nicht aus, wie es in der engsten Parteispitze hieß. Herrmann will seinerseits nicht mehr in ein künftiges Bundeskabinett wechseln.

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