Horrorsturz bei Lombardei-Rundfahrt

Laurens de Plus stürzt bei der Lombardei-Rundfahrt

Dass der belgische Radsportprofi Laurens de Plus diesen Horrorsturz fast unbeschadet überstanden hat, ist kaum zu glauben.

Bei der Lombardei-Rundfahrt fuhr der 22-Jährige 35 Kilometer vor dem Ziel auf der Abfahrt von der Muro di Sormano zu schnell in eine Kurve und verlor die Kontrolle über sein Rad. Er flog über die Leitplanke und stürzte mehrere Meter in die Tiefe. Doch der Belgier hatte großes Glück und erlitt, wie sein Team Quick-Step Floors mitteilte, keine schwerwiegenden Verletzungen.

Bakelants mit sieben Rippenbrüchen

Wie gefährlich die Abfahrt auf dem bis zu 25 Prozent steilen Anstieg ist, wurde allerdings bei zwei anderen Stürzen deutlich. Der Italiener Simone Petilli (UAE Team Emirates) erlitt Brüche eines Halswirbels, des rechten Schlüsselbeins und des rechten Schulterblatts. Der belgische Radprofi Jan Bakelants (AG2R) zog sich sieben Rippenbrüche und Frakturen an zwei Lendenwirbeln zu.

Das Duo war an derselben Abfahrt zu Fall gekommen wie Laurens De Plus. De Plus' Teamkollege Daniel Martin hatte die Abfahrt mal als "eine eine der gefährlichsten im WorldTour-Zirkus" bezeichnet.

Den Sieg beim letzten Monument der Saison sicherte sich der frühere Tour-Sieger Vincenzo Nibali. Der favorisierte Lokalmatador (Bahrain-Merida) setzte sich nach 247 km von Bergamo nach Como souverän mit rund einer halben Minute Vorsprung auf Julian Alaphilippe (Frankreich/Quick-Step Floors) durch. Dritter wurde Nibalis italienischer Landsmann Gianni Moscon (Sky) als Erster einer Verfolgergruppe.