Horror-Drogen: Billig, aber tödlich: Polizei warnt vor "Bonzai" und "Spice"

Die Drogen stehen harmlos aus, können aber tödlich sein

Berlin. Die Berliner Polizei warnt vor synthetischem Cannabis, das derzeit in Mitte und in Friedrichshain verkauft wird. Bei den Konsumenten verringere sich der Herzschlag und die Atmung, teilte die Polizei am Freitag mit. Schon nach wenigen Zügen fielen regelmäßig Konsumenten in Ohnmacht. Sie würden sich stundenlang erbrechen, hätten langanhaltende Krämpfe oder Schaumbildung vor dem Mund. Der Konsum könne tödlich enden, warnte die Polizei.

Wer einen Menschen mit den beschrieben Symptomen findet, sollte so schnell wie möglich den Rettungsdienst rufen. Da die Konsumenten oft sehr heftig reagieren, sollte man nur im äußersten Notfall an sie herantreten.

Berlins gefährliche Orte: Der Alexanderplatz

Gemessen an der Menschenmasse passieren auf dem Alex vergleichsweise wenig Straftaten. Doch viele Berliner fühlen sich dort nicht mehr sicher.

Die Drogen namens "Bonzai" und "Spice" werden laut Polizei am Alexanderplatz und an der Warschauer Straße für etwa fünf Euro pro Portion verkauft. Darin enthalten seien hochgiftige Substanzen, die per Hand oder in Betonmischern zusammengepanscht würden.

Die Polizei veröffentlichte auf Facebook Bilder von sichergestellten Verpackungen der Drogen. Die Beamten warnen davor, Drogen von Fremden anzunehmen: "Man wird hilflos, infolgedessen auch wehrlos und dadurch Geld-los."

In den vergangenen Wochen hatte es Überfälle mit Betäubungsjoints gegeben. Fremde hatten Jugendlichen den Joint angeboten, die daraufhin in Ohnmacht fielen und bestohlen wurden. Ob in diesen Joints "Spice" oder "Bonzai" enthalten war, ist noch unklar.

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