Horner: So knapp ist Vergne am Red-Bull-Cockpit gescheitert

André Wiegold
Laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist Jean-Eric Vergne nur knapp an einem Cockpit bei Red Bull vorbeischlittert - Daniel Ricciardo hat sich durchgesetzt

Jean-Eric Vergne hat sich im Jahr 2014 mit Daniel Ricciardo einen Kampf um das Cockpit bei Red Bull geliefert und diesen knapp verloren. Seit der Rücktritterklärung von Mark Webber im Jahr 2013 seien nur noch Ricciardo und Vergne im Rennen um den Platz in der Formel 1 gewesen. Laut Teamchef Christian Horner sei Vergne sehr schnell unterwegs gewesen und hätte auch beinahe den Zuschlag erhalten. Letztendlich habe sich Ricciardo als der bessere Kandidat entpuppt und deshalb sei die Entscheidung auf den Australier gefallen.

"Jean-Eric war ein schneller Fahrer und ich freue mich, dass er den Formel-E-Titel gewonnen hat", so Horner. "Er hat sich einen engen Kampf mit Daniel geliefert." Vergne habe es nicht verkraftet, dass Daniil Kwjat ebenfalls bei Red Bull untergekommen ist. Der Russe war damals der GP3-Champion und habe das Momentum auf seiner Seite gehabt. Kwjat habe in den folgenden Jahren bewiesen, was er kann, auch wenn es letztendlich zu einem Ende kam. Horner erklärt: "Das Auto im Jahr 2016 hat einfach nicht zu seinem Fahrstil gepasst."

Vor dem Grand Prix von Großbritannien im Jahr 2013 hätten die Chancen für Vergne bei 60 zu 40 gestanden, verrät Horner. Er sagt: "Danach hat Ricciardo aber so richtig losgelegt und gezeigt, was er kann." Im Jahr 2015 hätte sich Red Bull für Carlos Sainz entschieden, weil auch der Spanier mit seinen Leistungen überzeugt hat. Vergne sei stark gewesen, aber es habe immer ein anderes Talent gegeben, das vielversprechender gewesen sei.