Horner: Mit Perez an Red-Bull-Erfolge von Verstappen/Ricciardo anknüpfen

Juliane Ziegengeist
·Lesedauer: 2 Min.

In den vergangenen zwei Jahren hatte Red Bull mit der Wahl des Teamkollegen von Max Verstappen kein glückliches Händchen. 2019 trennte man sich mitten in der Saison von Pierre Gasly und tauschte ihn gegen Alexander Albon ein, dessen Schonfrist nach zuletzt durchwachsenen Leistungen auch schon wieder vorbei ist.

Mit der Ankunft von Sergio Perez, einem Formel-1-Veteran mit zehn Saisons Erfahrung, hofft das Team nun, an jene Erfolge anknüpfen zu können, die es zuletzt mit dem Fahrergespann Verstappen/Ricciardo verzeichnete. Denn seit Daniel Ricciardo Ende 2018 zu Renault wechselte, hat nur Verstappen weiterhin Siege eingefahren.

Zwar räumt Teamchef Christian Horner ein, dass Perez es 2021 aufgrund der begrenzten Testzeit vor der Saison schwer haben wird, sofort mit Verstappen mitzuhalten. Dennoch hegt der Brite große Erwartungen an Red Bulls neues Aufgebot, in dem zum ersten Mal seit 2007 ein Fahrer sitzt, der nicht aus dem Juniorprogramm aufgestiegen ist.

Horner: "Erwarten, dass er nahe an Max dran ist"

"Es wird sehr schwierig sein, sich in nur einem Test auf Anhieb zurechtzufinden", sagt Horner gegenüber 'Motorsport.com'. "Aber er hat den Vorteil, jede Menge Erfahrung zu besitzen, und wir erwarten natürlich, dass er nahe an Max dran ist und ihn herausfordert - so wie wir es mit Daniel und Max drei Saisons lang hatten."

"Also kann Sergio hoffentlich eine wirklich wichtige Rolle für das Team spielen, um beide Autos auf einer konstanten Basis in die Nähe des Mercedes zu bringen." Denn genau dafür wurde Perez geholt - um sicherzustellen, dass Red Bull im Jahr 2021 zwei Autos hat, die die Mercedes-Fahrer regelmäßig herausfordern oder schlagen.

Die besten Teamergebnisse fuhr Red Bull zuletzt mit Verstappen/Ricciardo ein

Die besten Teamergebnisse fuhr Red Bull zuletzt mit Verstappen/Ricciardo ein<span class="copyright">Sutton</span>
Die besten Teamergebnisse fuhr Red Bull zuletzt mit Verstappen/Ricciardo einSutton

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Auf die Frage, wie er Verstappens Fortschritte nach fast fünf vollen Jahren bei Red Bull seit dessen Blitzbeförderung vor dem Grand Prix von Spanien 2016 einschätzt, zeigt sich der Teamchef zufrieden und urteilt: "Ich denke, Max hat einen großartigen Job gemacht. Er ist in den vergangenen Jahren enorm gereift."

Red Bull will mit konstanter Teamleistung punkten

"Und ich denke, was er in den vergangenen paar Jahren aus dem Auto herausgeholt hat, war wirklich beeindruckend. In einem Auto, das nicht so gut war wie der Mercedes, und trotzdem hat er in den letzten zwei Jahren fünf Rennen mit Honda-Power gewonnen. Ich denke, er hat einen fantastischen Job gemacht."

Als Team müsse man nun in der Lage sein, "das auf einer konstanteren Basis über den Verlauf einer Saison mit 23 Rennen zu tun", gibt Horner als Ziel vor. Tatsächlich waren die beiden Podien von Albon 2020 die einzigen Male seit Ricciardos Weggang, dass es ein anderer Red-Bull-Pilot außer Verstappen unter die ersten Drei schaffte.

Mit Bildmaterial von Red Bull Content Pool.