Nicht nur für Heimwerker: Bei Hornbach tut sich was - Aktie mit Luft nach oben!

Matthias J. Kapfer
1 / 1
Hornbach: Trübes Bild

Die Baumarkt-Gruppe Hornbach Holding konnte ihren Umsatz im abgelaufenen Quartal steigern. Trotz gesunkenem EBIT im dritten Quartal, kann Hornbach auf 9-Monats-Sicht den Ertrag steigern. Der Vorstand bestätigt zudem die Umsatz- und Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2017/18.

Der Baumarktriese Hornbach überzeugt mit der heutigen Veröffentlichung der Quartalsergebnisse mit steigenden Erlösen. Im abgelaufenen dritten Quartal verzeichnete der Konzern ein Umsatzplus von vier Prozent auf über eine Milliarde Euro. Nach neun Monaten steigerte die Gruppe den Erlös um satte 5,1 Prozent auf über 3,3 Milliarden Euro. Besonders stark entwickelten sich die Zahlen der beiden Sparten Hornbach Baumarkt AG, die 15,6 Prozent zulegte, sowie die für professionelle Kunden ausgelegte Hornbach Baustoff Union GmbH, welche  4,9 Prozent gewann.

Wachstum in Europa geht voran

Als Wachstumsmotor bezeichnete Vorstandsvorsitzender Albrecht Hornbach vor allem die internationalen Bau- und Gartenmärkte. „Im übrigen Europa verzeichneten wir ein kräftiges Umsatzplus, während die Umsatzkurve in Deutschland flacher anstieg“, so Hornbach weiter. Der Erlös in den übrigen Teilen Europas wuchs im dritten Quartal um acht Prozent. Ebenfalls untermauerte der Hornbach-Chef, besser als der Branchendurschnitt gewachsen zu sein.

Als Hauptgrund des Wachstums bekräftigte er die erfolgreiche Verknüpfung des stationären Geschäfts mit dem eigenen Online-Shop. Diesen hat die Gruppe mittlerweile auf sieben EU-Länder ausgedehnt. Bis Ende Februar 2018 soll außerdem Rumänien mit dem entsprechenden Internet Angebot bedient werden. Zudem betreibt Hornbach 156 stationäre Bau- und Gartenmärkte, davon 98 in Deutschland.

Trotz Umsatzwachstum – EBIT fällt

Während die Absätze überzeugen konnten, weist das dritte Quartal ein schwächeres EBIT auf. Im Vergleich zum Vorjahr ging es um 1,9 Prozent nach unten – das bereinigte EBIT sogar um vier Prozent. Auf Jahressicht trübt der geringere Gewinn aber erst mal nicht wirklich die Gemüter. Seit Jahresbeginn konnte Hornbach den Gewinn um über zwölf Prozent auf 205 Millionen Euro steigern. Das Ergebnis je Aktie legte somit um stolze 14,5 Prozent zu.

Prognose bestätigt

Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr 2017/18 mit einer Umsatzsteigerung im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die Ertragsprognose fällt aber ernüchternd aus. Die höheren Kosten für die Forcierung der Digitalisierung des Einzelhandelsgeschäfts werden der Prognose nach den EBIT-Vorsprung deutlich reduzieren. Insgesamt geht der Vorstand von einem gleichbleibenden oder leicht darüber liegenden EBIT aus.

Der Ausbau des Online-Geschäfts sorgt mittelfristig für Fantasie bei Hornbach, kurzfristig belastet er aber die Marge. Die Aktie sollte dennoch Kurs auf die 80-Euro-Marke nehmen.