Honolulu: Handy-Verbot am Zebrastreifen

Thaddeus Herrmann
Honolulu: Handy-Verbot am Zebrastreifen


Das kontinuierliche Auf-das-Smartphone-Starren kann für Fußgänger gefährliche Folgen haben. Abgelenkt von Facebook, kann man eine rote Ampel schon mal übersehen. Abhilfe versprechen tiefer gelegte Warnhinweise, oder aber man verhängt einfach ein Handy-Verbot am Zebrastreifen. Honolulu führt genau das im Oktober ein.

Damit ist Honolulu die erste US-amerikanische Stadt, in der man zukünftig keinen Zebrastreifen oder Fußgängerüberweg nur noch dann überqueren darf, wenn man sich das Smartphone für die wenigen Sekunden nicht vors Gesicht hält. Wird man in flagranti erwischt, drohen Geldstrafen zwischen 15 und 99 US-Dollar. Je öfter man erwischt wird, desto teurer wird der Spaß.

Bürgermeister Kirk Caldwell gibt zu Protokoll, man habe gute Gründe für diesen Schritt. Denn in Honolulu gäbe es deutlich mehr Unfälle an Zebrastreifen als "in so gut wie jeder anderen Stadt" in den USA. Reuters beziffert die Handy-Unfälle an Zebrastreifen in den USA zwischen den Jahren 2000 und 2011 auf rund 11.000.
Stadtverwaltung Honolulu