Hongkong-Aktivist Law rät Europa von Chinas Seidenstraßenprojekt ab

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LONDON/ROM (dpa-AFX) - Der Hongkonger Demokratie-Aktivist Nathan Law hat die europäischen Staaten vor dem Einfluss Chinas mit dem Projekt der "Neuen Seidenstraße" gewarnt. Allen voran sei es im Grunde ein Projekt, um ein autoritäres politisches Modell zu exportieren und nicht einfach nur eine wirtschaftliche Zusammenarbeit, sagte der im Exil lebende 27-Jährige im Interview der Zeitung "La Repubblica" (Donnerstag). "Ich denke, dass sich die europäischen Länder, die dem beigetreten sind, zurückziehen sollten."

Zu viele Entwicklungsländer sind nach Laws Ansicht in die chinesische Schuldenfalle getappt und viele finanzierte Projekte respektierten nicht die internationalen Standards und Normen. Die kommunistische Partei wolle ihr autoritäres Modell verbreiten und bringe Instabilität in viele Gegenden der Erde.

In Hongkong sorgte die chinesische Regierung mit der Einstellung der prodemokratischen Zeitung "Apple <US0378331005> Daily" zuletzt für Kritik. Die Behörden gingen wegen angeblicher Verstöße gegen das Hongkonger Sicherheitsgesetz gegen das Boulevardblatt vor. "Apple Daily" sei die einzige Zeitung gewesen, die offen die Volksrepublik kritisiert habe, erklärte Law. Das Vorgehen der Behörden bescheinigt ihm zufolge das Ende jeglicher Redefreiheit in Hongkong.

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