Honda × Facebook: Rückruf auf Zuruf

Felix Knoke
Explodierter Airbag

Der japanische Autozulieferer Takata ist schon pleite (PDF), aber das Rückruf-Desaster über defekte Airbags nimmt einfach kein Ende. Um auch wirklich so viele FahrzeuginhaberInnen zu erreichen, hat Autohersteller Honda nun zu neuen Mitteln gegriffen. Laut Reuters benutzt Honda Facebooks Möglichkeiten, Videowerbung extrem zielgruppengenau zu platzieren. Dazu füttert Honda Facebooks Maschinerie mit E-Mail-Adressen von Honda-Käufern und spielt ihnen die Warnvideos vor: Von explodierenden Airbags verletzte Honda-FahrerInnen betonen die Wichtigkeit, über den Rückruf den Airbag austauschen zu lassen.

Derzeit sind allein in den USA rund 43 Millionen Airbags in 34 Millionen Autos betroffen. Laut einem Bericht habe sich aber nur ein Drittel aller Honda-BesitzerInnen auf den Austausch eingelassen. Und das war nur die erste Runde - der Austausch der als besonders gefährlich geltenden Teile. In einer zweiten Runde geht es nun um etwas weniger schwer eingeschätzte Gefahren. Dann stehen allerdings 64 Millionen Airbags zum Rückruf.

Entfalten sich die betroffenen Takata-Airbag, können kleine Metallteile heftig beschleunigt werden und die Passagiere verletzten. Auf diese Weise seien bereits 18 Menschen umgekommen und über 200 verletzt worden.

Honda