Holzmöbel und Hummerbrötchen: Die nobelste McDonald’s-Filiale der Welt

Von außen macht nur ein kleines Schild auf das Restaurant aufmerksam. (Bild: Imgur/therealrawcookiedough)

McDonald’s ist der Inbegriff von schnellem, günstigem Essen. Für viel Stil und Eleganz ist da normalerweise kein Platz. Das sieht in Freeport im US-Bundesstaat Maine jedoch anders aus.

Weltweit sehen alle McDonald’s-Filialen relativ ähnlich aus: schlichtes, funktionales Design, leicht zu reinigende Oberflächen und vereinzelte Farbakzente. Ganz anders geht es jedoch im amerikanischen Freeport zu: Die dortige Filiale der Fast-Food-Kette ist wohl eine der stilvollsten der Welt. Mitten im Wohngebiet der 7.000-Seelen-Stadt angesiedelt, muss das Restaurant nämlich ganz besondere Anforderungen erfüllen.

Die schweren Holzmöbel sind ungewöhnlich für eine Fast-Food-Filiale. (Bild: Imgur/therealrawcookiedough)

McDonald’s hat in Freeport keine neue Filiale gebaut, sondern das historische „Gore House“ bezogen. Das 1850 erbaute Herrenhaus im Kolonialstil gehörte dem Kaufmann William Gore. Da die Kleinstadt strikte Design-Vorgaben für Häuser hat und nicht alle Bewohner damit einverstanden waren, ein Fast-Food-Restaurant in ihrer Stadt zu haben, musste McDonald’s einige ästhetische Kompromisse eingehen und das äußere Erscheinungsbild des Hauses erhalten, um die Filiale im Jahr 1984 eröffnen zu können.

Am äußeren Erscheinungsbild des Hauses durfte McDonald’s fast nichts ändern. (Bild: Imgur/therealrawcookiedough)

„Was wir dort tun, haben wir in Hinsicht auf Design sowie Zeit- und Arbeitsaufwand wahrscheinlich noch nie getan. Wir sind bereit dazu, Geld zu investieren, um es der Gegend, der Geschichte, der Gemeinde und den dort lebenden Menschen anzupassen“, erklärte McDonald’s Medienbeauftragter Stephen Leroy 1984 gegenüber „The New York Times“.

Innen ist die Filiale mit Holzmöbeln und großen Topfpflanzen ausgestattet, auch die Wände sind teilweise holzvertäfelt. Von außen unterscheidet sich das Gebäude kaum von seiner Umgebung: Anders als üblich ziert das Haus kein großes, leuchtendes M. Stattdessen macht nur ein Schild über der Tür darauf aufmerksam, dass dort ein McDonald’s-Restaurant beherbergt ist.

Nur die Getränkespender erinnern an ein gewöhnliches Fast-Food-Restaurant. (Bild: Imgur/therealrawcookiedough)

Nicht nur das Aussehen der Freeport-Filiale ist ungewöhnlich, auch auf der Speisekarte findet man eine besondere lokale Spezialität: Hummerbrötchen. Das Gericht, das ganz typisch für Neuengland ist, kostet bei McDonald’s umgerechnet 7,30 Euro.


Ja, das ist eine Hummerrolle von McDonald’s.