Holz-"Moschee": Neuköllner "Ali Baba"-Spielplatz löst Kontroverse aus

Der neue Spielplatz lehnt sich an das Märchen "Ali Baba und die 40 Räuber" an

Berlin. Der sechsjährige Dean steht an dem Bauzaun, der den Märchenspielplatz in Neukölln umgibt, und schaut mit großen Augen auf eine Kletterburg mit Rutsche. Sie steht mitten im Sand, umgeben von hölzernen Palmen und Kamelen – und erinnert an den Orient. Auf dem kuppelförmigen Dach thront ein großer, gelber Halbmond.

Diese Kletterburg ist es, die heftige Diskussionen in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat, seit ein Foto des Spielplatzes im Internet kursiert. Neben moderaten Beiträgen sind unter den Kommentaren auch viele von Hass geprägt. Sie bringen den Spielplatz mit der Diskussion um Islamisierung in Verbindung. Von "fremd im eigenen Land", "Fürchterlich nicht tragbar" und "Hier ist nicht der Orient" reichen die Reaktionen. Der kleine Junge weiß davon nichts, er freut sich nur darauf, wenn der Spielplatz an der Walterstraße 22 Ende des Jahres fertig ist und er dort rutschen kann.

Bild Nr. 1:
Franziska Giffey(SPD) ist Bezirksbürgermeisterin von Neukölln Sergej Glanze / Glanze/Berliner Morgenpost

Doch es gibt auch Stimmen im Netz, die nicht von Hass geprägt sind – Stimmen, die auf das Märchen "Ali Baba und die 40 Räuber" eingehen, nach dem der Spielplatz gestaltet wird. In dem Facebook-Kommentar, der auf der Seite der "B.Z." die meisten Likes erhielt, heißt es: "Aladin, Sindbad und Alibaba waren in den 80ern und 90ern nie ein negatives Thema, im Gegenteil, es gab Filme und Serien, die (gefühlt) jeder mochte. Dieser Hass auf eine Religion und alles, was aus den arabischen Ländern kommt, ist erschreckend und erst nach 2000 entstanden." Eine andere Nutzerin po...

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