Hollywood-Legende Kirk Douglas im Alter von 103 Jahren gestorben

Kirk Douglas im Jahr 2011

Hollywood-Legende Kirk Douglas ist tot. Der aus Filmen wie "Spartacus" und "20.000 Meilen unter dem Meer" bekannte Schauspieler starb am Mittwoch im Alter von 103 Jahren, wie sein Sohn Michael Douglas mitteilte. Wir blicken auf seine beeindruckende Karriere zurück und zeigen, wie seine Familie und diverse Stars auf seinen Tod reagieren.

"Mit unendlicher Trauer teilen mein Bruder und ich mit, dass Kirk Douglas heute im Alter von 103 Jahren von uns gegangen ist", schrieb Michael Douglas, der selbst einer der größten Hollywoodstars ist. "Er war der Welt eine Legende, ein Schauspieler aus dem Goldenen Zeitalter des Films, der bis weit in seine Goldenen Jahre gelebt hat."

Kirk Douglas (i.) und Sohn Michael Douglas (Photo by Kevin Winter/DMI/The LIFE Picture Collection via Getty Images)

Sein Vater habe ein "schönes Leben" gehabt und hinterlasse Filme für die künftigen Generationen, schrieb Michael Douglas. Er würdigte seinen Vater auch als Philanthropen, der sich für das Gemeinwohl und den Frieden in der Welt eingesetzt habe.

So reagieren die Stars auf den Tod von Kirk Douglas

Aus der Filmbranche kamen zahlreiche Würdigungen. Regie-Größe Steven Spielberg etwa erklärte gegenüber dem Branchenblatt "Hollywood Reporter", dass Douglas bis an das Ende seines "wunderbaren Lebens" sein Charisma bewahrt habe. Vor allem über Social Media äußerten sich diverse Stars zum Tod von Douglas. Besonders bewegend ist dabei der Post von Schwiegertochter Catherine Zeta-Jones, die zu einem gemeinsamen Schwarz-Weiß-Foto schrieb: “An meinen Schatz Kirk: Ich werde mein Leben lang lieben. Ich vermisse dich schon jetzt. Ruhe in Frieden...”

"103 Jahre auf der Erde. Das klingt gut! Es war toll, mit Dir Zeit zu verbringen, Mann", schreibt der Schauspieler Danny DeVito.

“Star Wars”-Darsteller Mark Hamill bezeichnet ihn als einen der größten Stars aller Zeiten und brillanten Schauspieler. Zudem betont er, wie Douglas einst seine Karriere riskiert habe, als er Dalton Trumbo als Drehbuchautor des 1960er-Klassikers “Spartacus” unterstützte - obwohl sich Trumbo während der McCarthy-Ära auf der anti-kommunistischen Schwarzen Liste Hollywoods befand.

Der aus “Star Trek” bekannte George Takei erinnert daran, dass Douglas mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet wurde - eine der höchsten zivilen Ehrungen in den USA: “Douglas hat sich mehrfach für die gerechte Sache stark gemacht”, schreibt Takei. “Man wird ihn vermissen.”

Takeis “Star Trek”-Kollege William Shatner drückt der Familie sein Beileid aus und betont, “was für eine unglaubliche Ikone” Douglas war.

"Goodbye an eine Hollywood-Legende", schreibt die für die Oscars zuständige US-Filmakademie.

Die beeindruckende Karriere von Kirk Douglas

Kirk Douglas war einer der letzten Überlebenden aus dem "Goldenen Zeitalter" Hollywoods. Seinen Legendenstatus hatte der einstige Frauenschwarm durch eine Vielzahl von Rollen für die Ewigkeit erworben. Seine wohl bekannteste ist die des Titelhelden in "Spartacus" (1960), Stanley Kubricks Monumentalfilm über den Anführer des Sklavenaufstands im antiken Rom.

"Spartacus"-Filmplakat von 1960.(Bild: Silver Screen Collection/Getty Images)

Stanley Kubrick: Er perfektionierte den Wahnsinn

Weitere Rollen, mit denen sein Name für immer verknüpft sein wird, sind die des Seemanns Ned Land in der Jules-Verne-Verfilmung "20.000 Meilen unter dem Meer" (1954) oder des Malers Vincent van Gogh.

Aufstieg aus ärmlichen Verhältnissen

Kirk Douglas wuchs als Sohn russischer Einwanderer in ärmlichen Verhältnissen in New York auf. Dank eines Stipendiums konnte er an der berühmten Schauspielschule American Academy of Dramatic Arts studieren. Er hatte erste Engagements am Broadway und diente dann als Marinesoldat im Zweiten Weltkrieg, bevor er zur Schauspielerei zurückkehrte, zunächst wieder im Theater und dann auch im Film.

Seinen ersten Riesenerfolg landete der Newcomer mit der kräftigen Statur, dem stählernen Blick und der markanten Kinngrube dann schon nach wenigen Jahren mit "Zwischen Frauen und Seilen" von 1949 - für die Rolle eines Boxers und Frauenhelden erntete er seine erste von drei Oscar-Nominierungen.

Kirk Douglas: Promotion-Foto für den Film 'Champion' von 1949 (Bild: Getty)

Douglas trat in mehr als 80 Filmen auf. Doch obwohl er über lange Zeit einer der populärsten Hollywoodstars war, bekam er - im Gegensatz zu seinem Sohn Michael - für keine seiner Rollen einen Oscar. Erst 1996 verlieh ihm die Filmakademie einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.

Ein Leben mit schweren Schicksalsschlägen

Seine glanzvolle Karriere wurde in späteren Jahren von schweren Schicksalsschlägen begleitet. 1991 überlebte Douglas ein Hubschrauberunglück. Fünf Jahre später folgte ein Schlaganfall. Douglas verlor zeitweise sein Sprechvermögen. Nach eigener Schilderung war er derart am Boden, dass er an Suizid dachte. Durch monatelanges Training konnte er die Sprache jedoch teilweise zurückerlangen.

Auch Familientragödien überschatten die Spätphase seines Lebens. Eric Douglas, einer seiner vier Söhne aus zwei Ehen, starb 2004 an einem Alkohol- und Medikamentencocktail.

Kirk Douglas, Anne Douglas und Michael Douglas (Bild: Jim Smeal/Ron Galella Collection via Getty Images)

Kirk Douglas schrieb seiner zweiten Ehefrau, der in Hannover geborenen Anne Buydens, einen maßgeblichen Anteil an seiner Langlebigkeit zu.

Mit der Schauspielerin und Filmproduzentin war er mehr als sechs Jahrzehnte zusammen. Buydens ist inzwischen selber bereits 100 Jahre alt.