Hollywood-Agent entschuldigt sich für "geschmacklose" E-Mail an seine Assistentin

Hollywood-Agent entschuldigt sich für "geschmacklose" E-Mail an seine Assistentin

Eigentlich wollte US-Amerikanerin Rosette Laursen nur einen Tag freibekommen. Mit der E-Mail ihres Chefs Michael Einfeld hat sie allerdings nicht gerechnet. Der Hollywood-Agent ließ der jungen Frau eine mehr als sexistische Antwort zukommen, für die er nun öffentlich Stellung bezog.

Rosette Laursen war Mitarbeiterin in einer Talent-Agentur in Los Angeles. Um an dem "A Day Without a Woman"-Protest teilzunehmen, fragte sie ihren Chef, einen Hollywood-Agenten, um einen freien Tag. Seine Antwort ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten und versetzte die US-Amerikanerin in Schock.

In einer sexistischen E-Mail, die offensichtlich nicht für Rosette Laursen, sondern für jemanden anderes bestimmt war, ließ er seinem Ärger über ihre Urlaubsanfrage freien Lauf. "Willst du mich verar***en. Am Ende der Pilotsaison. Jemand sollte ihre Vagina zunähen. Ich werde nie wieder eine Frau einstellen", heißt es unter anderem in der E-Mail. Und: "Es gibt keinen Bonus für jemanden, der streikt oder die Pilotsaison früh verlassen möchte. Niemand streikt im Showbusiness. Wir sind alle gegen Trump. Weil es als vielfältig erachtet wird, kriegen wir Frauen als Autoren und Regisseure aufgedrückt. Zach, der ein männlicher Jude ist, wurde rausgeschmissen."

Am Dienstag setzte sich Rosette Laursen nun zur Wehr und ging mit der E-Mail an die Öffentlichkeit. Zu der Antwort ihres Bosses erzählte sie ihre Story in einem Facebook-Post. Dort bezeichnet sie ihren Chef als "Jorkle", um dann am Ende zu offenbaren, dass es sich bei diesem um Michael Einfeld vom Michael Einfeld Management handelt – ein Agent, der bereits mit Hollywoodgrößen wie Hillary Swank, Brendan Fraser, Phyllis Diller und vielen anderen zusammengearbeitet hat.

Doch damit nicht genug: Denn als Michael Einfeld offensichtlich merkte, dass seine E-Mail versehentlich an Rosette Laursen ging, habe er sich umgehend entschuldigt, und zwar mit Worten, die an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten sind: "Es tut mir leid, dass ich mich wie eine frauenfeindlicher Schwuler aufgeführt habe. Ich habe nur Dampf abgelassen. Ich wollte nicht allen antworten. Ich bin ein Ar***loch. Wenn du zurückkommst, können wir KZ spielen. Du kannst mich schlagen und in den Ofen schieben oder mich mit Kohl füttern und mich in der Dusche einsperren. Es tut mir wirklich leid."

Rosette Laursen zögerte jedenfalls nicht und kündigte umgehend. Am Donnerstag meldete sich schließlich Michael Einfeld bezüglich seiner ehemaligen Assistentin in einem Statement erstmals öffentlich zu Wort. Darin schreibt der Hollywood-Agent, dass er gerne schön früher geantwortet hätte, ihm aber der Schock und seine Verlegenheit zu schaffen machten.

Weiterhin heißt es in seiner Stellungnahme in Bezug auf seine E-Mail: "Zunächst lasst mich ohne Vorbehalt sagen – es tut mir leid. Ich habe eine Sprache benutzt, die geschmacklos, humorlos und absolut unentschuldbar war. Ich glaube wirklich an Vielfalt am Arbeitsplatz – ungeachtet der Rasse, des Geschlechts, des Glaubens oder der Sexualität."

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