Hohe Nachfrage und viele Baustellen: Bahn stellt Halbjahresbilanz vor

BERLIN (dpa-AFX) - Nach hohen Verlusten aufgrund der Corona-Krise in den vergangenen beiden Jahren soll die Deutsche Bahn dieses Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Wie sie bei diesem Ziel vorankommt, will Konzernchef Richard Lutz an diesem Donnerstag (11.00 Uhr) bei der Vorlage der Halbjahresbilanz verraten. Insbesondere im zweiten Quartal hat die Nachfrage der Fahrgäste wieder deutlich angezogen. Auf den Bahnhöfen und in den Zügen ist es häufig bereits voller als vor der Pandemie. Im Regionalverkehr ist das seit Juni auch auf das sogenannte 9-Euro-Ticket zurückzuführen.

Weil gleichzeitig an vielen Stellen das oft marode Schienennetz ausgebessert wird, bremsen derzeit zahlreiche Baustellen den Verkehr aus. Verspätungen und Zugausfälle sind die Folge. Allein im Juni waren die Fern- und Regionalzüge der Deutschen Bahn so unpünktlich wie seit Ende 2010 nicht mehr. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) hatte deshalb die Modernisierung des deutschen Schienennetzes zur Chefsache erklärt und will diese stärker als bisher aus dem Ministerium heraus steuern.

Nach einem Milliardenverlust im ersten Corona-Jahr fuhr der Konzern auch im vergangenen Jahr ein Minus von mehr als 900 Millionen Euro ein. Bahnchef Richard Lutz sagte seinerzeit, 2022 wolle er beim operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen wieder schwarze Zahlen schreiben.

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