Hohe Nachfrage treibt Preise für Getreide und Gemüse

·Lesedauer: 1 Min.
Frischgepflückte Erdbeeren

Die hohe Nachfrage hat die Preise für pflanzliche Erzeugnisse im Mai in die Höhe getrieben. Getreide war fast 27 Prozent teurer als im Mai 2020, beim Gemüse betrug der Anstieg knapp 18 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Auch Obst wurde im Jahresvergleich deutlich teurer - Erdbeeren etwa um 53,5 Prozent.

Grund war hier der späte Saisonanfang wegen des kalten Frühjahrswetters; im Mai war das Angebot daher begrenzt, die Preise entsprechend hoch. Die Preise für Obst insgesamt stiegen um rund 26 Prozent.

Beim Gemüse verteuerten sich vor allem Tomaten (fast 32 Prozent) und Spargel (knapp 24 Prozent) im Vergleich zum Mai 2020. Auch hier war das Angebot knapp und die Nachfrage hoch.

Niedriger als im vergangenen Jahr im Mai dagegen waren die Kartoffelpreise. Sie gingen um rund 53 Prozent zurück. Hier dürfte das "umfangreiche Angebot aufgrund der höheren Erntemenge" verantwortlich sein, erklärten die Statistiker.

Tierische Erzeugnisse wie Fleisch und Milch wurden im Jahresvergleich um 3,7 Prozent teurer. Das war der erste Preisanstieg seit April 2020, hob das Statistikamt hervor; der Preisverfall der vergangenen Monate setzte sich damit erstmal nicht fort. Grund war vor allem der höhere Preis für Milch - er lag im Mai mehr als zehn Prozent höher als im Mai 2020. Schweinefleisch dagegen wurde auch im Mai billiger - allerdings war das Minus nicht mehr so groß wie in den Vormonaten. Die Statistiker führten das auch auf eine steigende Nachfrage durch Öffnungen in der Außengastronomie zurück.

ilo/jm

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.