Der hohe Euro-Kurs wird von den USA manipuliert, sagt ein Experte

Christoph Damm
Donald Trump

Es war eine vermeintlich sichere Sache: Eine Großzahl an Banken rechnete damit, dass der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich verlieren werde in diesem Jahr. Der Grund: Während die Zinsen in den USA schon wieder steigen, liegen sie hier noch immer nahe null. Bei so einer Konstellation fliesst das Geld — zumindest nach Lehrbuch — in die USA, weil es dann dort auch für festverzinste Papiere bereits wieder Sparzinsen gibt.

Somit wird also der Dollar attraktiver, während der Euro an Beliebtheit einbüßen sollte. So haben es unter anderem Standard Chartered, Goldman Sachs und die Deutsche Bank erwartet und die Parität der europäischen und der US-Währung in Aussicht gestellt.

Völlige Kehrtwende bei den Euro-Prognosen

Doch während nach und nach immer mehr Experten in ihren Erwartungen umgeschwankt sind, hat die Deutsche Bank erst jetzt als letztes großes Bankhaus reagiert. Bis jetzt gingen die Devisen-Spezialisten der Deutschen Bank von einem Euro-Kurs von 1,03 US-Dollar zum Jahresende aus. Dieses Ziel wurde bereits mehrfach nach oben korrigiert: von 0,85 US-Dollar im März 2015 auf 0,95 US-Dollar im Mai 2016.

Doch jetzt ist alles anders: George Saravelos, Devisen-Experte der Deutschen Bank, hält jetzt einen Wechselkurs von mindestens 1,16 US-Dollar am Jahresende für realistisch. Das Tief, das es bei 1,03 US-Dollar gab im Frühjahr, könne auf lange Sicht ein Tiefpunkt im aktuellen Zyklus sein.

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