Hoffnung zu Weihnachten: Bund sichert sich Kaufoptionen für Corona-Pille von Pfizer in Millionenhöhe

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Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer zu Weihnachten: Deutschland hat sich nach Informationen von Business Insider aus Regierungskreisen Vorkaufsrechte für mehrere Anti-Corona-Medikamente gesichert, darunter das Mittel Paxlovid von Pfizer. Die als Super-Pille geltende Tablette hat am Donnerstag von der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung erhalten.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Donnerstag, der Bund sei "in Verhandlung, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah für die Versorgung zur Verfügung zu stellen". Nach Informationen von Business Insider hat sich das Ministerium jedoch bereits im Rahmen eines sogenannten "Memorandum of Unterstanding" eine Kaufoption auf Paxlovid-Tabletten in siebenstelliger Anzahl gesichert. Mit dem Mittel behandelt werden sollen positiv getestete Corona-Patienten ab zwölf Jahren mit milden bis mittleren Symptomen und einem großen Risiko für eine Verschlimmerung der Erkrankung, teilte die FDA am Mittwoch mit.

Ein Ersatz für Impfungen ist das Mittel nicht. Die Pille ist laut FDA das erste Covid-Mittel in den USA, das in Tablettenform eingenommen werden kann. Laut Hersteller kann Paxlovid bei ersten Anzeichen einer Infektion von einem Arzt verschrieben werden. Das Medikament soll in den USA verschreibungspflichtig, aber kostenlos erhältlich sein.

Regierung hofft, mit neuen Medikamenten weiteren Corona-Winter zu verhindern

Auch in der EU gilt Paxlovid als vielversprechend, weil es die Vermehrung des Coronavirus reduziert. Eine offizielle Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) steht noch aus. Nach Angaben von Pfizer verhindert die Corona-Pille sehr erfolgreich schwere Krankheitsverläufe bei Hochrisikopatienten. Eine Zwischenanalyse von Testergebnissen ergab Pfizer zufolge, dass das Medikament das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senke. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen.

Nach Informationen von Business Insider hat sich die Bundesregierung Bestelloptionen für weitere Antikörper-Medikamente vertraglich gesichert. Bis zu sieben Medikamente seien im Blick, heißt es aus Regierungskreisen. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums bestätigte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, dass es sich bei einem Mittel um das Medikament Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird, handelt. Das Gesundheitsministerium soll aktuell bei einigen Herstellern Studien abgefordert haben, inwiefern die Mittel auch gegen Omikron schützen. Könne ein Schutz nachgewiesen werden, will das Ministerium dem Vernehmen nach die Medikamente nach entsprechenden Zulassungen beschaffen. Diese werden für das erste Quartal erwartet. Damit, so die Hoffnung, könnte ein dritter Corona-Winter verhindert werden.

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