Hoffenheims Rosen kritisiert Spanier: "Die wirtschaften nicht"

Das Verhalten der spanischen Klubs auf dem Transfermarkt stößt dem TSG-Sportdirektor sauer auf. Die Bundesliga mache es seiner Ansicht nach besser.

Der Direktor Profifußball der TSG Hoffenheim, Alexander Rosen, hat spanische Top-Klubs wie Real Madrid oder den FC Barcelona kritisiert. In England sei die Situation etwas anders.

"Das untere Drittel in Spanien tut sich schon schwer bei Zwei-Millionen-Transfers. Die Oberen greifen alles ab und schlagen volle Kanne rein. Schulden interessieren die nicht, da machen die kurz mit der Staatsbank einen Deal. Die wirtschaften ja nicht", wird Rosen vom kicker zitiert.

In England sei die Situation nicht mit der in Spanien vergleichbar. Die Klubs von der Insel würden das Geld, das sie ausgeben, dank des lukrativen TV-Vertrages zumindest tatsächlich besitzen.

Lob für das Verhalten der Bundesliga-Klubs

Rosen erinnerte sich in diesem Zusammenhang an Vertreter des AFC Bournemouth, die einst im Kraichgau zu Gast waren. "Deren Trainer, Eddie Howe, hat mir damals erzählt, dass er noch fünf Spieler verpflichten müsse, obwohl er gar keinen mehr brauche. Denn der Besitzer hätte gesagt, man hätte ein hohes Transferbudget und er soll doch jetzt bitteschön noch etwas ausgeben", berichtete der 38-Jährige.

Obwohl weltweit die Transfersummen in immer absurdere Regionen steigen, sieht Rosen die Bundesliga als wirtschaftlich relativ vernünftig an: "Ich habe schon das Gefühl, dass da nicht All-In gegangen wird."