Hoffenheim ohne Wagner - Nagelsmann trotzig

Sandro Wagner kann seiner TSG Hoffenheim beim Europa-League-Spiel in Bulgarien nicht helfen

In der Bundesliga ungeschlagen auf Platz zwei - im Europacup drei Pleiten in drei Partien.

Beim bulgarischen Serienmeister Ludogorets Razgrad muss die TSG Hoffenheim seine Klasse endlich auch international zeigen (ab 19 Uhr im Free-TV auf SPORT1). Dieses Unternehmen gestaltet sich nun jedoch schwieriger als zunächst angenommen. 

"Ludogorets hat mehr internationale Erfahrung als wir, aber wir versuchen trotzdem, zu gewinnen", so Trainer Julian Nagelsmann auf der PK.

Gegen die Bulgaren muss die TSG auf ihren Nationalspieler Sandro Wagner verzichten. Der Stürmer laboriert an einer Erkältung und steht den Kraichgauern deshalb nicht zur Verfügung.

Verletztenliste ist lang

Am Mittwochvormittag stieg Nagelsmann ohne Sorgen in den Lufthansa-Flieger - dem Erfolgsdruck und den Verschleiß-Erscheinungen zum Trotz.

"Das Personal-Puzzle wird nicht schwierig. Der menschliche Körper ist in der Lage, alle vier Tage zu spielen", sagte er vor dem Flug nach Warna. Der TSG-Coach muss jedoch neben Wagner auch noch auf einige weitere Spieler ersetzen.


Serge Gnabry (Oberschenkelzerrung), Benjamin Hübner (muskuläre Probleme), Florian Grillitsch (Magen-Darm), Adam Szalai (Adduktoren), Ermin Bicakcic (Kreuzbandzerrung), Kerem Demirbay (Faserriss am Beckenkamm), Robert Zulj (Reha nach Schambeinentzündung) und Nadiem Amiri (Fußprellung) fallen ebenfalls aus.

Nagelsmann zeigt sich trotzig

"Serges Oberschenkelmuskel ist gestern im Training zugegangen. Er war eigentlich eingeplant", sagte Nagelsmann am Mittwoch. Der Trainer betonte, man dürfe nicht nur von den verletzten Spielern sprechen: "Wir haben sehr viele sehr gute Spieler dabei."

Obwohl den Profis die ungewohnte Dreifach-Belastung in Kombination mit den Ausfällen von Leistungsträgern zuletzt deutlich anzumerken war, möchte Nagelsmann endlich den Europacup-Bann brechen.

Nach drei Niederlagen in den bisherigen drei internationalen Partien des Bundesligisten will der "Trainer des Jahres" unter Beweis stellen, dass er auch Europapokal kann.

Nach der Niederlage zum Auftakt der Gruppenphase gegen Sporting Braga (1:2) stehen die Kraichgauer in der Gruppe C gegen Razgrad jedoch bereits unter Zugzwang.

"Natürlich haben wir etwas Druck. Wir müssen von Anfang an alles geben. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir die ersten drei Punkte holen", sagte Hoffenheims Stürmer Mark Uth im SPORT1-Interview.