Hoeneß stichelt gegen Leipzigs Konzept

Uli Hoeneß stichelte gegen RB Leipzig

Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat von einer Stichelei gegen RB Leipzig berichtet. Vor der Saison habe er Dietrich Mateschitz, den Besitzer von Red Bull, getroffen.

"Ich habe Mateschitz gesagt, dass er die paar 100 Millionen, die er in die Formel 1 steckt, mal in RB stecken soll", erzählte Hoeneß beim Sportbusiness-Kongress SPOBIS.

Mateschitz hätte drauf beteuert, er wolle weiter auf das Leipziger Konzept setzen und nur Spieler bis 23 Jahre holen.

"Da habe ich ihm gesagt: Mit der Jugendmannschaft werdet ihr uns aber nicht packen", konterte Hoeneß.


Hoeneß erzählte Tönnies von Goretzka-Gesprächen

Hoeneß äußerte sich auch zur Verpflichtung von Leon Goretzka. Hoeneß sagte, er habe sich aus dem Transfer herausgehalten.

"Ich habe ihn bis heute nicht einmal gesehen. Ich saß nie mit ihm oder seinem Berater am Tisch", sagte Hoeneß. Er sei zwar über alles informiert gewesen, aber "operativ habe ich da nichts gemacht. So läuft das beim FC Bayern".

Trotzdem hatte Hoeneß nach eigenem Bekunden Kontakt mit Clemens Tönnies, dem Aufsichtsrat-Chef von Schalke 04, der mit ihm auf der Bühne saß.

"Clemens hat mich vor Weihnachten angerufen, als die Gerüchte hochkamen", erzählte der Bayern-Präsident. "Da habe ich ihm reinen Wein eingeschenkt."


Später korrigierte Hoeneß laut Reviersport den Zeitpunkt des Telefonats. "Ich habe auf der Bühne etwas Falsches gesagt. Das war nicht vor Weihnachten, sondern am 4. Januar", sagte Hoeneß.

"Und ich habe ihm nur gesagt, dass wir Gespräche führen. Eine Einigung gab es da noch nicht", so Hoeneß.

Hoeneß nimmt sich Engländer vor

Auch in der weiteren Diskussion auf der Bühne ging es um die Stars im Fußball. Diese würden stets dort spielen, wo das meiste Geld ist - und das sei nun mal in der Premier League, so Hoeneß.

"Wenn das (TV-Einnahmen in England, Anm. d. Red) mal zusammenbricht, sieht das wieder ganz anders aus", sagte Hoeneß.

Es sei zu bezweifeln, ob die englischen Fans das Spiel mit Investoren auf Dauer mitmachen: "Der Engländer hat wenig Freizeitvergnügen außer dem Fußball. Da haben wir natürlich am Tegernsee ganz andere Möglichkeiten."


Tönnies kontert Hoeneß

Hoeneß führte weiter aus, dass er nichts davon hält, nur Stars zu verpflichten, um die Bundesliga attraktiver zu machen.

"Wir müssen den Fans zeigen, dass sich da was tut, auch im Nachwuchsbereich", so der Bayern-Präsident. "Es geht nicht immer, nur zu sagen: Wir holen mit viel Geld den Nächsten, und dann noch einen."

Tönnies nutzte Hoeneß' Aussage, um eine Spitze mit Goretzka-Bezug loszuwerden. "Lieber Uli, da halte ich viel von", sagte der Schalke-Boss, der seinen Star im Sommer an die Bayern verliert.