Hoeneß: "Dann ist unsere Zeit da"

In der vergangengen Saison musste Uli Hoeneß das CL-Aus des FC Bayern bereits im Viertelfinale mit ansehen

Am Mittwoch kommt es in der Champions League zum Kracher zwischen Paris St. Germain und dem FC Bayern. Nachdem der deutsche Rekordmeister zuletzt in der Liga kleine Nackenschläge hat einstecken müssen, wartet nun ein mit Topstars gespickter Klub auf den FCB.

Dies sorgt aber offenbar nicht für Hektik beim FCB. Präsident Uli Hoeneß verteidigt indes seinen Kurs, sich nicht auf Teufel komm raus personell zu verstärken und vertraut auf das jetzige Team.

"Markt ist zuzeit viel zu heiß"

"Der Markt ist zurzeit viel zu heiß, jetzt schaukeln sich die Vereine gegenseitig hoch", sagt der 65-Jährige im kicker. Gebetsmühlenhaft wiederholt er: "Ich habe ganz klar gesagt, ein Spieler für 100 Millionen Euro ist für den FC Bayern nicht akzeptabel."

Denn seiner Meinung nach wird sich die Transferpolitik vieler Vereine, die derzeit von Übernahmen durch Investorengruppen oder Mäzenen profitieren, wieder automatisch verändern. "Es wird der Zeitpunkt kommen, wo alle, die jetzt so viel Geld rausdonnern, kleinere Brötchen backen werden, weil der sportliche Erfolg sich nicht so einstellt, wie es sich die Geldgeber vorgestellt haben." Schließlich könne "immer nur eine Mannschaft" die Champions League gewinnen.

Warten auf die richtige Zeit

Somit scheint Hoeneß auf die Taktik des Aussitzens zu setzen, denn "die Geldgeber werden sagen: Jetzt haben wir so viel Geld reingesteckt und erreichen nicht, was wir erreichen wollen. Jetzt haben wir die Schnauze voll! Und dann ist unsere Zeit da."

Antizyklisch zu handeln ist für Hoeneß das  langfristig erfolgreichere Modell. Schließlich ist man an der Säbener Straße immer noch selbstbestimmt und nicht abhängig von anderen Geldgebern.

Können die Champions League gewinnen

"Uns wird vorgeworfen, der FC Bayern steuere mit seiner Entscheidung, keine extrem teuren Spieler kaufen zu wollen, völlig am Markt vorbei und damit dem Untergang entgegen. Stattdessen müssten uns Lobeshymnen gesungen werden, weil wir mit unserer eigenen Arbeit und aus eigener Kraft erfolgreich sind", verteidigt darum Hoeneß seinen Kurs und blickt optimistisch nach vorn.

"Wenn wir unser Potenzial ausschöpfen und die Spieler in der entscheidenden Phase gesund sind. Was haben wir da für Möglichkeiten! Dann haben wir auch die Chance, in dieser Saison die Champions League zu gewinnen. Damit das klar ist", meint Hoeneß mit dem Brustton der Überzeugung.