Hoeneß lässt bei Heynckes einfach nicht locker

Tassilo Hackert

Der FC Bayern hat auch in diesem Jahr wieder souverän die Herbstmeisterschaft eingefahren. Mit elf Zählern Vorsprung auf Verfolger Schalke 04 wird der Rekordmeister in die Rückrunde starten.

Dass die Münchner entspannt in die Weihnachtspause gehen können, haben sie zu großen Teilen auch ihrem Erfolgstrainer Jupp Heynckes zu verdanken. Der 72-Jährige brachte den großen Erfolg an die Säbener Straße zurück und sorgte nach der Entlassung von Carlo Ancelotti wieder für Einigkeit in den eigenen Reihen.


Kein Wunder also, dass Bayern-Präsident Uli Hoeneß weiterhin nicht locker lässt, um den Triple-Macher von 2013 auch über den Sommer hinaus auf der Trainerbank zu halten.

"Für die Fans wäre es schön, wenn Jupp um ein Jahr verlängern würde", sagte der 65-Jährige in der tz und ergänzte: "Ich habe immer gesagt, jetzt soll erst einmal die Vorrunde zu Ende gespielt werden, und dann soll Jupp in Ruhe zu seiner Frau und seinem Cando gehen und sich erholen."

Hoeneß beschäftigt sich mit keinem Trainer

Er wolle zwar "keinen Druck" auf Heynckes ausüben, betonte Hoeneß, einen Nachfolger für ihn suche er allerdings auch noch nicht.

"Ich beschäftige mich momentan gedanklich mit gar keinem Trainer. Das sehe ich auch nicht so dramatisch", sagte Hoeneß und fügte an: "Es gibt zur Zeit - außer Thomas Tuchel - keinen Trainer, der frei ist."

Lang galten Tuchel und Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann als Favoriten auf die Nachfolge. Doch während die Zweifel an dem Menschen Tuchel bei den Bayern-Bossen groß sind, ist das Interesse an Nagelsmann nach einer durchwachsenen Hinrunde der TSG abgeklungen.


Ob sich die Mühen Hoeneß' um eine Vertragsverlängerung des aktuellen Trainers auszahlen, ist aber stark anzuzweifeln. Heynckes betonte zuletzt mehrfach: "Wir haben eine ganz klare Vereinbarung. Dabei bleibt es, es gibt nichts daran zu rütteln."