Hoeneß: Bayern stellt sich gegen Transfer-Wahnsinn

Die Transfersummen im Fußball erreichen jeden Sommer neue Höhepunkte. Uli Hoeneß und der FC Bayern wollen dabei nicht mitmachen.

Uli Hoeneß hält das aktuelle Gebaren auf dem Transfermarkt für "Wahnsinn." Er frage sich, sagte der Präsident und Vorsitzende des Aufsichtsrates von Bayern München dem SID am Rande eines Termins von SAP in Singapur, ob die gewaltigen Summen auf Dauer den Fans noch zu vermitteln seien.

"Irgendwann wird auch der Zuschauer sagen: Ich muss mein Geld zusammenhalten, dass ich mir ein Ticket leisten kann, und da wird mit dem Geld um sich geschmissen, als wenn eine Million nichts mehr wäre. Das halte ich doch für sehr bedenklich."

Hoeneß betonte, dass sich der FC Bayern "diesem Treiben" nicht anschließen wolle: "Ich möchte keinen Spieler für 150 oder 200 Millionen kaufen, diesen Wahnsinn möchte ich nicht mitmachen. Das sind Dinge, die wir beim FC Bayern total ablehnen", sagte er. Er persönlich halte das Handeln einiger Vereine für "nicht vernünftig", er bezweifle auch, "ob das von den Zuschauern auf Dauer so akzeptiert wird".